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01.01.2017 - Das lange Warten hat ein Ende – V60 wieder im Einsatz! - Von Fabian Müller

Nach einer schier unendlichen Geschichte ist es nun tatsächlich passiert. Am 31.12.2016 konnte die Diesellok 260 588 der Wupperschiene endlich wieder in Betrieb gehen. Sie zog zum Jahreswechsel den traditionellen Sylvesterzug des Rheinischen Industriebahnmuseums aus Köln-Nippes. Die Fahrt führte vom Museumsgelände über den Kölner Hbf nach Kalk. Von dort fuhr der Zug kurz vor Mitternacht auf die Südbrücke von wo man einen herrlichen Blick auf die „Kölner Skyline“ mit Dom, Rheinauhafen und Hohenzollernbrücke hat. Dort stand der Zug dann etwa 20 Minuten, sodass die Fahrgäste im warmen sitzend das Feuerwerk über Köln genießen konnten. Danach ging es dann über den Kölner Süd und den Hauptbahnhof wieder zurück zum Museum Köln-Nippes, wo der Zug gegen 1Uhr am Neujahrsmorgen zurück war.

Das diese Fahrt so überhaupt stattfinden konnte, war nicht einfach. Ein kurzer Rückblick: Im Sommer 2014 wurde die Lok im Bw Köln-Nippes zur Hauptuntersuchung abgestellt. Es wurde euphorisch begonnen die Arbeiten der Hauptuntersuchung durchzuführen. Zuerst lief alles reibungslos dank vieler helfender Hände ab. Der erste Rückschlag kam als nach Ausbau der Achsen festgestellt wurde, dass am Fahrwerk Schäden aufgetreten waren, die  bisher nicht kalkuliert waren. Die Arbeiten stockten. Eine zusätzliche Fachfirma war vonnöten. Da die Arbeiten aber auch gleichwohl sehr kostenintensiv sind mussten wird viel Zeit ins Land streichen lassen, bis der Auftrag vergeben werden konnte. Nachdem die Achsen wieder montiert und überarbeitete Stangen aufgesetzt waren startete die erste Probefahrt. Aber dann der Schock: die Lager der Lok liefen heiß. Erneut musste der Fehler gesucht werden. Da jedoch kaum eine Werkstatt noch Loks mit so alter Anntriebstechnik bearbeitet war es wieder schwierig hier jemanden zu finden der die Arbeiten durchführt, von der Finanzierung ganz zu schweigen. Es dauerte daher fast wieder ein ganzen Jahr bis kurz vor Weihnachten 2016 wieder eine neue Probefahrt angesetzt war. Aber schon wieder der nächste Rückschlag. Die Sandanlage der Lok war nicht mehr funktionsfähig, eine Abnahme daher unmöglich. So wurde über die Weihnachtstage noch mal an der Lok gearbeitet. Hier waren Leute von Firmen dem RIM und der Wupperschiene dann noch mal Hand in Hand aktiv, sodass der Mangel abgestellt werden konnte. So schien alles für die Sonderfahrt an Silvester geregelt. Bis am Morgen des 30. Dezember ein kurzer Anruf des Eisenbahnbundesamtes wieder alle in Alarm versetzte. Ein Fehler bei der Registrierung war aufgefallen. Da jedoch auch beim Eisenbahnbundesamt alle sehr bemüht waren, das Problem zu lösen, kam am Mittag noch die erlönde Nachricht: Alles geklärt, das Fahrzeug ist freigegeben. An dieser Stelle fiel allen Beteiligten ein Stein von der Seele. Nun ist es also geschafft. Die erste Fahrt hat stattgefunden! Es werden hoffentlich noch viele folgen. Vielleicht in nicht allzu ferner Zukunft auch mal auf unserer Strecke von Rauenthal in Richtung Beyenburg.

Zum Schluß nochmals vielen Dank an alle die sich für das Gelingen eingesetzt haben und viele schlaflose Nächte hatten. Ob es bei uns bei der Wupperschiene war, bei der RSE Rhein-Sieg-Eisenbahn GmbH, die die HU federführend betreut hat, den vielen beteiligten Firmen, die als Nachunternehmer tätig waren und natürlich auch dem Rheinischen Industriebahnmuseum, das den Platz zur Verfügung gestellt hat, aber auch sehr viel Zeit investiert hat, die Arbeiten mit zu koordinieren.