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Bergisches Heimatlied

Wo die Wälder noch rauschen, die Nachtigall singt, die Berge hoch ragen, der Amboss erklingt.
Wo die Quelle noch rinnet aus moosigem Stein, die Bächlein noch murmeln im blumigen Hain.
Wo im Schatten der Eiche die Wiege mir stand: da ist meine Heimat, das Bergische Land.

 

Wo die Schwerter man schmiedet dem Lande zur wehr, wo's singet und klinget dem Höchsten zur Ehr.
Wo das Echo der Lieder am Felsen sich bricht, der Finke laut schmettert im sonnigen Licht.
Wo der Handschlag noch gilt als das heiligste Pfand: da ist meine Heimat , das Bergische Land.

 

Wo die Wupper wild woget auf steinichtem Weg, an Klippen und Klüften sich windet der Steg.
Wo der rauchende Schlot und der Räder Gebraus, die flammende Esse, der Hämmer Gesaus, verkünden und rühmen die fleißige Hand: da ist meine Heimat, das Bergische Land.

 

Wo so wunderbar wonnig der Morgen erwacht, im blühenden Tale das Dörfchen mir lacht.
Wo die Mägdlein so wahr und so treu und so gut, ihr Auge so sonnig, so feurig ihr Blut, wo noch Liebe und Treue die Herzen verband : da ist meine Heimat, das Bergische Land.

 

Keine Rebe wohl ranket am felsigen Hang, kein mächtiger Strom fließt die Täler entlang;
Doch die Wälder sie rauschen so heimlich und traut, ob grünenden Bergen der Himmel sich blaut.
Drum bin ich auch weit am fernesten Strand: Schlägt mein Herz der Heimat, dem Bergischen Land!

Stand: 13.06.2012