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07.01.2013 - Westdeutsche zeitung (WZ)

Bahn frei für die Wupperschiene: Der Nostalgiezug kommt

1886 war die Wuppertalbahn eröffnet worden. 1979 kam das Aus für den Personenverkehr

1886 war die Wuppertalbahn eröffnet worden. 1979 kam das Aus für den Personenverkehr

Der Förderverein hat die Trasse in seinen Besitz gebracht. 2014 soll die Wuppertalbahn wieder fahren.

Wuppertal. Bahn-Enthusiasten gibt es viele in Wuppertal, die sich nur allzu gern an die Zeiten zurückerinnern, als etwa noch die Barmer Bergbahn ihre Runden drehte, oder die Straßenbahn zum festen Straßenbild gehörte. Während deren Wiederbelebung aber utopisch (Straßenbahn) beziehungsweise schwierig sein dürfte (Bergbahn), sind die Schienen-Nostalgiker im Wuppertaler Osten schon ein Stück weiter. „Und zwar ein gewaltiges Stück“, betont Ulrich Grotstollen, Vorsitzender des Fördervereins Wupperschiene, der sich um die Reaktivierung der Wuppertalbahn bemüht.

Ende Dezember hat der Verein das letzte Trassenstück – 13 Kilometer zwischen Rauental und Beyenburg – von der Deutschen Bahn erworben (die WZ berichtete). Verhandlungsmarathon beschreibt die Situation noch eher milde. „Es waren gute zehn Jahre“, erinnert sich Grotstollen. Die Ansprechpartner hätten immer wieder gewechselt. Von einer zunächst „dicken siebenstelligen Summe“, so Grotstollen, habe man sich schließlich auf 150.000 Euro geeinigt. Auch die Bergische Entwicklungsagentur und der Verein Bergischer Ring haben sich für Wupperschiene eingesetzt.

Und wann wird auf der Strecke wieder eine Bahn rollen? Auf die wichtigste Frage antwortet der Vorsitzende betont vorsichtig. „Wahrscheinlich erst 2014. Man darf ja nicht vergessen, dass wir die Arbeiten alle ehrenamtlich und in unserer Freizeit verrichten.“ Das Geld für die Arbeiten stammt zum Großteil aus Fördermitteln, insgesamt stehen etwa eine Million Euro zur Verfügung. Die Mittel werden unter anderem zur Sanierung der Brücken auf der Strecke verwendet. „An der Brücke Beyenburg müssen zum Beispiel Schwellen ausgewechselt werden.“ Und dann wäre da noch der Hangrutsch auf der Trasse zwischen der Firma Erfurt und Beyenburg. Dessen Beseitigung sollte den Verein aber nicht vor allzu große Hindernisse stellen. „Wir sind ja reparaturerprobt“, bleibt Grotstollen locker.

Damit der Betrieb irgendwann richtig anlaufen kann, überlegt der Verein, ein Fahrzeug anzuschaffen. Unterstützung gibt es von der Firma Erfurt, die dem Verein den immer noch vorhandenen Lokschuppen auf dem Firmengelände zur Verfügung stellt. Mit der Rhein-Sieg-Eisenbahn hätte der Verein auch bereits einen möglichen Betreiber, der auch die rechtliche Verantwortung übernehmen wird. 1886 wurde der erste Streckenabschnitt von Lennep nach Krebsöge eröffnet. 1888/90 wurde die Strecke über Beyenburg bis nach Oberbarmen-Rittershausen erweitert. Ab Ende der 1950er Jahre wurden die ersten Strecken stillgelegt. 1979 war auch für den Personenverkehr zwischen Oberbarmen und Krebsöge Schluss.

Die Strecke, wenn sie dann mal fertig ist, muss übrigens auch, wie es im schönsten „Bahndeutsch“ heißt, „diskriminierungsfrei sein. „Das bedeutet, dass auch andere Bahnbetriebe unsere Trasse nutzen können“, erklärt Grotstollen. Dass die Deutsche Bahn einmal auf die Idee kommen könnte, wieder Personen zwischen Oberbarmen und Beyenburg zu befördern, „ist aber eher unwahrscheinlich“, sagt Grotstollen schmunzelnd. Aber für andere Museumsbahnbetriebe böten sich da schon eher Möglichkeiten.

Von Manuel Praest

 

07.01.2013 - bergische morgenpost

Mit Bahnstrecke die Touristen anlocken

Nach seiner kurzen Ansprache stieß der Vorsitzende des Vereins Wupperschiene, Ulrich Grotstollen (l.), mit Mitgliedern und Interessierten auf den Ankauf der Bahnstrecke an. Die Gäste zeigten sich motiviert und freuten sich auch über das neue Vereinslokal "Stellwerk" – eine gemütliche Bleibe mit Kamin. Foto: Hans Dörner

Nach seiner kurzen Ansprache stieß der Vorsitzende des Vereins Wupperschiene, Ulrich Grotstollen (l.), mit Mitgliedern und Interessierten auf den Ankauf der Bahnstrecke an. Die Gäste zeigten sich motiviert und freuten sich auch über das neue Vereinslokal "Stellwerk" – eine gemütliche Bleibe mit Kamin. Foto: Hans Dörner

Radevormwald (RP). Der Verein Wupperschiene feiert im neuen Vereinslokal Stellwerk im Bahnhof Dahlhausen seinen Neujahrsempfang. Durch den Ankauf des Areals zwischen Rauental und Beyenburg ergeben sich künftig viele Nutzungsmöglichkeiten.

Die Worte müssen den Mitgliedern des Fördervereins Wupperschiene wie Musik in den Ohren geklungen haben. "Wir sind keine Inselbahn mehr. Für uns geht es künftig über die Strecke geradeaus weiter", sagte der Vorsitzende Ulrich Grotstollen im Vereinslokal "Stellwerk" am Bahnhof Dahlhausen. In gemütlicher Runde bestätigte er Mitgliedern und Interessierten beim Neujahrsempfang die freudige Nachricht, die kurz vor Weihnachten bekannt wurde. "Die Eisenbahnstrecke von Wuppertal-Rauental bis Beyenburg ist jetzt unsere. Dieser Ankauf bietet uns neben sehr viel Arbeit – denn wir haben einen Tunnel und auch zwei Brücken, deren Instandhaltung grundsätzlich arbeitsintensiv ist, dazubekommen – doch auch jede Menge Möglichkeiten, die landschaftlich schöne Strecke künftig touristisch zu nutzen", sagte der Vorsitzende.

Grotstollen erinnerte daran, dass Brücken jedes dritte Jahr eine kleine und alle sechs Jahre einer großen Prüfung unterliegen. Die in Kürze anfallenden Arbeiten sieht er nicht als Problem, da es auch professionelle Unterstützung gibt. "Wir müssen 20 Prozent Eigenleistung erbringen, so laute die Vorschrift. Der Ankauf wie auch die daran anschließende Restaurierung der Bahnstrecke sei nur durch Fördermittel des Landes NRW aus der Regionale 2006 und dem Teilprojekt Bergischer Ring möglich, sagte Grotstollen. Bei der Sanierung der Brücke in Vogelsmühle seien sogar 50 Prozent Eigenanteil gefordert gewesen, da hier der Denkmalschutz mitfinanzierte.

"Wir werden uns jetzt auf den Hangrutsch zwischen Rauental und Beyenburg konzentrieren. Weiter muss der Gleiskörper zwischen der Firma Erfurt und Beyenburg erneuert werden. Bei der Brücke in Beyenburg müssen Bohlen-Balken erneuert werden. Das gehen wir jetzt schrittweise an", sagte der Vorsitzende. Die Brücke in Vogelsmühle sei bald saniert. Grotstollen: "Wir haben dort über Monate aufwendig den Fugenmörtel erneuert und die Mittelstütze saniert".

Derzeit treffen sich immer etwa ein Dutzend Männer für die Arbeiten, häufig aber auch weniger. "Wir wünschen uns weitere Helfer. Derzeit haben wir 90 Mitglieder, aber nur wenige aktive Mitarbeiter", sagte Grotstollen. Langfristig werde angestrebt, die gesamte Strecke Wilhelmstal bis Rauental mit Weiterführung Oberbarmen oder Lennep, dem Eisenbahnverkehr als Touristenbahn wiederzubeleben. Hierbei wird der Förderverein Wupperschiene von seinen Partnern, wie dem Bergischen Ring, der Rhein-Sieg-Eisenbahn und der Bergischen Entwicklungsgesellschaft unterstützt. "Wir haben auch Kontakt mit dem Eisenbahnverein Bochum- Dahlhausen aufgenommen. Zusammen könnten neben dem Draisinenverkehr auch Museumsbahnen fahren. Die Möglichkeiten sind bald geschaffen. Wir denken da an unkomplizierte Wagen für Touristenzwecke. Vielleicht auch mal eine Dampflok", sagte Grotstollen und lachte. Da wolle er den beteiligten Vereinspartnern nicht vorgreifen.

Die Mitglieder zeigten sich motiviert und genossen den Empfang im ehemaligem Stellwerk Mirke am Bahnhof Dahlhausen im neuen Glanz. Hier hatten sich Mitglieder ums Innenleben des Häuschens gekümmert – Ergebnis: eine gemütliche Bleibe mit Kaminofen. Hier können die Mitglieder weitere Pläne für die Museumsbahn schmieden.

Von Sigrid Hedderich

 

29.12.2012 - Wuppertaler Rundschau (WR)

Koten durchschlagen - Grünes Licht für Bahnstrecke nach Beyenburg

Der Verein Bergische Bahnen / Förderverein Wupperschiene hat von der Deutschen Bahn die Eisenbahnstrecke von Wuppertal-Rauental über Öhde und Laaken bis nach Beyenburg gekauft. Der Preis liegt bei rund 150.000 Euro und wird auch mit Landesmitteln aus der Regionale 2006 finanziert. Der Vertrag, der am 31. Dezember in Kraft trat, umfasst ein rund 9,7 Hektar großes Grundstück mitsamt Gleisanlagen und Bahnsteigen.

Hans Joachim de Bruyn-Ouboter, Vorstandsvorsitzender des Bergischen Rings, ist erleichtert: "Zurzeit wird schon unter Hochdruck an den Vorbereitungen zur Wiederherstellung der Befahrbarkeit bis in den Bahnhof Beyenburg gearbeitet". Seit 1998 ist die Strecke aufgrund einer abgerutschten Böschung im Bereich des Unternehmens Erfurt nicht mehr passierbar.

Man wolle nach der Sanierung der Strecke den Eisenbahnverkehr als Tourismusbahn wiederbeleben, so Ulrich Grotstollen, Vorsitzender des Vereins Wupperschiene. Dabei wird er vom Bergischen Ring, von der Rhein-Sieg-Eisenbahn GmbH, der Bergischen Entwicklungsagentur der Bergisches Land Tourismus Marketing, dem Land NRW und den beteiligten Kommunen unterstützt. Neben dem Draisinenverkehr auf dem Teilstück zwischen Beyenburg und Radevormwald-Wilhelmsthal soll künftig eine weitere Attraktion in der Region geboten werden.

 

27.12.2012 - Remscheider General- Anzeiger (rga)

Wupperschiene kauft Streckenabschnitt

Am alten Bahnhof in Dahlhausen haben die Hobby-Eisenbahner von der Wupperschiene ihren Stützpunkt. Von hier aus kümmerten sie sich bislang um die Wiederbelebung der Strecke zwischen Beyenburg und Wilhelmstal. nun ist ein weiterer Abschnitt hinzugekommen - der sich von Beyenburg bis Rauental erstreckt.

Am alten Bahnhof in Dahlhausen haben die Hobby-Eisenbahner von der Wupperschiene ihren Stützpunkt. Von hier aus kümmerten sie sich bislang um die Wiederbelebung der Strecke zwischen Beyenburg und Wilhelmstal. nun ist ein weiterer Abschnitt hinzugekommen - der sich von Beyenburg bis Rauental erstreckt.

Vor über zwanzig Jahren übernahm der Förderverein Wupperschiene die Eisenbahnstrecke Beyenburg-Wilhelmstal von der Deutschen Bundesbahn. Ziel ist es seither, den Zug-Betrieb am Wochenende unter ehrenamtlicher Regie wieder aufzunehmen.

Nun ist ein weiterer Streckenabschnitt hinzugekommen. Wie berichtet, plante die Wupperschiene ihr Revier bis Wuppertal-Rauental zu erweitern. Nun wurde zwischen dem Verein Bergische Bahnen / Förderverein Wupperschiene e.V. und der Deutschen Bahn AG der Kaufvertrag über den Erwerb der Eisenbahnstrecke von Wuppertal-Rauental über Öhde und Laaken bis nach Beyenburg unterzeichnet.

Der Besitzübergang der insgesamt etwa 9,7 Hektar großen Grundstücke mitsamt Gleisanlagen und Bahnsteigen erfolgt zum 31. Dezember, teilt die Bergische Entwicklungsagentur (BEA) mit. Der Kaufpreis betrage 150 000 Euro.

Dieser Ankauf und die sich daran anschließende Restaurierung der Bahnstrecke sei nur durch Fördermittel des Landes NRW aus der Regionale 2006 als Teilprojekt des Bergischen Rings möglich, heißt es. "Zurzeit wird schon mit Hochdruck an den Vorbereitungen zur Wiederherstellung der Befahrbarkeit bis in den Bahnhof Beyenburg gearbeitet", berichtet Hans Joachim de Bruyn-Ouboter, Vorstandsvorsitzender des Bergischen Ring. Seit 1998 sei die Strecke aufgrund einer Böschungsrutschung im Bereich des Unternehmens Erfurt nicht mehr befahrbar.

"Wir beabsichtigen nach der Sanierung der Strecke den Eisenbahnverkehr als Tourismusbahn wiederzubeleben", so Ulrich Grotstollen, erster Vorsitzender des Vereins Bergische Bahnen / Förderverein Wupperschiene e.V. Hierbei erhalte man tatkräftige Unterstützung durch die Partner Bergischer Ring e.V., Rhein-Sieg-Eisenbahn GmbH, Bergische Entwicklungsagentur (BEA), Bergisches Land Tourismus Marketing (BLTM), dem Land NRW und den beteiligten Kommunen.

"Wir sind sehr glücklich, dass mit dem Kauf ein wichtiger Meilenstein für das Projekt Wupperschiene erreicht wurde", freut sich auch Holger Piwowar, der bei der BEA für die Wupperschiene zuständige Projektleiter und BLTM-Geschäftsführer. Neben dem Draisinenverkehr, der nun seit mehreren Jahren erfolgreich auf dem vereinseigenen Teilstück zwischen Wuppertal-Beyenburg und Radevormwald-Wilhelmstal stattfindet, wird dann mit dem Eisenbahnverkehr eine weitere verkehrshistorische Attraktion in der Region geboten

 24.12.2012 - Remscheider General- Anzeiger (rga)

Bergische Bahnen kaufen Eisenbahnstrecke

Die Fördermittel sollen neue Bewegung auf die alte Bahnstrecke zwischen Beyenburg und Remscheid bringen.

Die Fördermittel sollen neue Bewegung auf die alte Bahnstrecke zwischen Beyenburg und Remscheid bringen.

Radevormwald. Für 150000 Euro kauft der Verein Bergische Bahnen/Förderverein Wupperschiene der Deutschen Bahn AG insgesamt etwa 9,7 Hektar große Grundstücke mitsamt Gleisanlagen und Bahnsteigen ab. Und zwar zwischen Wuppertal-Rauental und Beyenburg.

Möglich ist das durch Restmittel der Regionale 2006. Der Plan: Neben dem Draisinenverkehr, der seit mehreren Jahren auf dem schon bislang im Vereinsbesitz befindlichen Teilstück zwischen Beyenburg und Radevormwald-Wilhelmsthal stattfindet, soll mit "echtem" Eisenbahnverkehr eine weitere verkehrshistorische und touristische Attraktion geschaffen werden.

 22.12.2012 - Bergische Morgenpost

Neues Eisenbahn-Zeitalter kann starten

So wie hier vor einigen Jahren könnte schon bald wieder der erste Zug den Bahnhof Beyenburg in Richtung Radevormwald verlassen. Mit einer Dampflok ist aber wohl zunächst nicht zu rechnen. Foto: hans dörner

So wie hier vor einigen Jahren könnte schon bald wieder der erste Zug den Bahnhof Beyenburg in Richtung Radevormwald verlassen. Mit einer Dampflok ist aber wohl zunächst nicht zu rechnen. Foto: hans dörner

Radevormwald (RP). Am Freitag hat der "Förderverein Wupperschiene" die Eisenbahnstrecke von Wuppertal-Rittershausen bis Beyenburg von der Deutsche Bahn AG erworben. Damit können nach einigen Reparaturen bald wieder Züge nach Rade fahren.

Mehr als 18 Jahre hat es gedauert, bis der zweite Schritt gegangen werden konnte. Nachdem die "Wupperschiene" 1994 das Eigentum der Strecke von Beyenburg bis Wilhelmstal zum Fuß der Wupper-Talsperre übernommen hat, konnte der Verein am Freitag für 150 000 Euro den 13 Kilometer langen Streckenabschnitt auf Wuppertaler Stadtgebiet übernehmen.

 
Der Vorsitzende Ulrich Grotstollen berichtet, dass es nach jahrelangen Verhandlungen jetzt geklappt hat. Er berichtet von mehr als zehn Jahre dauernden Verhandlungen mit ständig wechselnden Vertretern der Bahn. In den vergangenen drei Jahren habe man einen Weg gefunden und den Kaufpreis, der ursprünglich eine siebenstellige Summe umfassen sollte, Stück für Stück zurückfahren können.

Zwar liegt die jetzt gekaufte Strecke ausschließlich auf Wuppertaler Gebiet, der Kauf war aber Bedingung dafür, dass Züge weiter nach Radevormwald fahren können. "Wir haben jetzt einen frischen Elan", sagt Grotstollen, der gleichzeitig vor zu hohen Erwartungen in der ersten Zeit warnt. "Wir sind ehrenamtlich tätig", sagt er. Vom Frühjahr an werde man sich jetzt systematisch nach Beyenburg vorarbeiten. Einen Bauplan habe man stehen, weil der Bedingung für die Bewilligung der öffentlichen Mittel war.

 
Insgesamt stehen 780 0000 Euro zur Verfügung. 20 Prozent sind in Eigenleistung vom Verein zu erbringen. Die Landesmittel stammen aus der Regionale 2006 und liegen auf einem Treuhandkonto der Stadt Solingen. Benötigt werden die Mittel nicht nur für die reine Strecke, sondern auch für die zahlreichen Hochbauten wie die Brücken. Zuletzt haben die Mitglieder an zwei Brücken zwischen Dahlerau und Dahlhausen gearbeitet.

Die Strecke bis zum Abzweig Erfurt kann schon jetzt befahren werden, weil sie nie stillgelegt worden ist. Wichtig wird es sein, den Tunnel vorzubereiten und den dahinter liegenden Hangrutsch zu beseitigen. "Ich glaube, wir schaffen es, im nächsten Jahr bis Beyenburg zu fahren. Vielleicht gelingt auch die Weiterführung der Strecke nach Rade. Zwar ist hinter Beyenburg die alte Fischbaubrücke saniert, auf ihr müssen aber neue Brückenbalken verlegt werden. "Das sind Einzelanfertigungen", sagt Grotstollen. Er glaubt, dass mit Hilfe der Rhein-Sieg-Eisenbahn, die die Betriebsführung übernimmt, der Museumsverkehr bald starten kann. Einnahmen könnte der Verein auch dadurch erzielen, dass andere Eisenbahnen die Strecke nutzen und dafür Gebühren bezahlen.

Möglich geworden sei der Kauf durch die große Unterstützung der Landespolitik, der Bergischen Entwicklungsagentur (Nachfolge Büro der Regionale 2006), des in der gesamten Region tätigen Vereins Bergischer Ring und durch die erfolgreichen Fahrten des Draisinen-Verkehrs durch den Verein "Wuppertrail" in den vergangenen beiden Jahren. Nach anfänglichen Schwierigkeiten waren für die Touren zwischen Bahnhof Dahlhausen und Beyenburg im vergangenen Jahr weitere Draisinen gekauft worden.

22.12.2012  - Westdeutsche Zeitung (WZ)

Eisenbahnstrecke bis nach Beyenburg

Der Verein Bergische Bahnen / Förderverein Wupperschiene und die Deutsche Bahn AG haben einen Kaufvertrag über den Erwerb der Eisenbahnstrecke von Wuppertal-Rauental über Öhde und Laaken bis nach Beyenburg unterzeichnet. Die insgesamt etwa 9,7 Hektar großen Grundstücke mitsamt Gleisanlagen und Bahnsteigen gehen am 31. Dezember in den Vereinsbesitz über. Kaufpreis: 150 000 Euro. Ziel ist die Reaktivierung der Strecke bis in den Bahnhof Beyenburg - ermöglicht durch Fördermittel des Landes NRW aus der Regionale 2006, als Teilprojekt des Bergischen Rings. Seit 1998 ist die Strecke nach einem Hangrutsch nicht mehr befahrbar und soll eisenbahnhistorisch bald zu einer Touristenattraktion werden. Red.

10.08.2012  - Westdeutsche Zeitung (WZ)

Wuppertalbahn: Verein will letztes Trassenstück kaufen

1886 war die Wuppertalbahn eröffnet worden. 1979 kam das Aus für den Personenverkehr

1886 war die Wuppertalbahn eröffnet worden. 1979 kam das Aus für den Personenverkehr

Beyenburg. Wann die Wuppertalbahn wieder fährt, steht noch in den Sternen. Doch der Verein Wupperschiene, der sich um die Reaktivierung der alten Strecke zwischen Radevormwald und Oberbarmen bemüht, ist jetzt wieder einen Schritt weiter. Das letzte Teilstück der Trasse, das der Verein benötigt, gehört zwar noch der Deutschen Bahn. Das Geld für den Kauf hat Wupperschiene aber bereits zusammen, derzeit liegt ein Vorvertrag zur Prüfung bei der Bezirksregierung.

"Wenn die zustimmt, kann es bald losgehen", freut sich Holger Piwowar, bei der Bergischen Entwicklungsagentur zuständig für den Bereich Tourismusfragen. Er unterstützt den Verein bei den Verhandlungen mit der Bahn, die sich über gut drei Jahre zogen. Ein Kaufpreis von etwa 150.000 Euro stand im Raum. Wieviel es jetzt werden könnte, will Piwowar aber nicht verraten. "Alle Beteiligten haben Stillschweigen vereinbart, solange der Vertrag noch nicht in trockenen Tüchern ist."

Bezirksregierung: Prüfung der Unterlagen steht vor Abschluss

Insgesamt hat der Verein bereits gut 1,1 Millionen Euro (davon etwa 850.000 Euro aus Fördertöpfen) zusammen. Auch die Wupperschiene-Mitglieder stehen in den Startlöchern. Auf dem eigenen Trassenstück wurde unter anderem die alte Brücke in Beyenburg aufwändig auf Vordermann gebracht. Mit RSE Rhein-Sieg-Eisenbahn hätte der Verein bereits zudem einen möglichen Betreiber.

Laut Bezirksregierung handelt es sich bei dem Projekt um eine anerkannte Maßnahme im Rahmen der Städtebauförderung. "Die Prüfung der nun vollständigen Unterlagen steht hier kurz vor dem Abschluss, allerdings muss vor einer Entscheidung über den Antrag bei einigen Fragen noch die Zustimmung des Städtebauministerium eingeholt werden. Ein entsprechender Bericht an das Ministerium wird unsererseits in Kürze auf den Weg gebracht werden", so Stefanie Paul, Sprecherin der Bezirksregierung. Aufgrund der Beteiligung des Ministeriums könne derzeit aber noch keine zeitliche oder inhaltliche Perspektive aufgezeigt werden, wann abschließend über den Antrag entschieden werden könne.

Der erste Abschnitt der Wuppertalbahn war 1886 eröffnet worden. In den 1950er Jahren begannen die ersten Streckenstilllegungen, 1979 kam das Aus für den Personenverkehr. Zwischen Langerfeld und Beyenburg wurde zuletzt über die Trasse noch die Firma Erfurt beliefert. Ein Hangrutsch bedeutete aber 1998 das Aus auch für den Güterverkehr.

Von Manuel Praest 

09.02.2010 - Remscheider General- Anzeiger (rga)

"Wupperschiene" bekommt für seine Strecke 500 000 Euro

Vorfreude auf den rollenden Bahnverkehr. © Foto: M. Sieber

Vorfreude auf den rollenden Bahnverkehr. © Foto: M. Sieber

"De Zoch kütt", kündigt Ulrich Grotstollen an - und im Blick hat der Vorsitzende des Vereins "Bergische Bahnen / Förderverein Wupperschiene" dabei nicht den Karneval, sondern, wie es sich gehört, Schienen, Waggons und Ausflugsfahrten. Schließlich basteln die Vereinsmitglieder seit vielen Jahren an ihrem ganz persönlichen Traum: der Wiederherstellung der Strecke Wuppertal-Oberbarmen - Wilhelmstal.

Gestern kam man diesem Traum ein Stück näher: Vom Land gab es eine Finanzspritze von rund 500 000 Euro, die Rainer Klenner vom Ministerium für Bauen und Wohnen NRW überreichte - inmitten vieler Festgäste, darunter Bürgermeister Dr. Josef Korsten und Wuppertals Oberbürgermeister Peter Jung. Treffpunkt der Scheckübergabe ist Wuppertal-Beyenburg.

Eine Schnittstelle für die "Wupperschiene": Richtung Süden gehört ihr die Strecke bereits, doch Richtung Oberbarmen ist die Deutsche Bahn Besitzerin. "Wir sind in Verhandlungen, rechnen noch in diesem Jahr mit einem Ergebnis", berichtet Grotstollen. Rund 13 Kilometer würde die komplette Strecke umfassen.

Auf ihrem Besitztum haben die Vereinsmitglieder bereits tatkräftig angepackt: Die Brücken zwischen Beyenburg und Wilhelmstal sind saniert. "Jetzt werden wir Gleisbett und Schwellen ausbessern", sagt Grotstollen, der hofft, in rund eineinhalb Jahren die Züge rollen lassen zu können. "Wir sind gerade dabei, noch einen Triebwagen aus Süddeutschland zu kaufen."

Es ist nicht die erste Ankündigung dieser Art. Immer wieder wurde seit Gründung der "Wupperschiene" vor zwanzig Jahren der Startschuss für den Bahnverkehr verschoben. Und auch das Draisinenangebot auf der Strecke ist "holprig angelaufen", wie Grotstollen einräumt. "Wir haben das jetzt in neue Hände gelegt, das Angebot auf freitags und sonntags beschränkt. Wir strengen uns an, das alles zu schaffen."

Schließlich ist die Eisenbahnstrecke das "eiserne Rückgrat" (Hans Joachim de Bruyn-Ouboter vom "Bergischen Ring") eines ganzen Tourismuspakets, das für das Tal der Wupper geschnürt wird und dessen Kräfte sich im "Bergischen Ring" bündeln. So gehört diesem auch die "Stiftung Regionale Verkehrsgeschichte/Verkehrshistorische Arbeitsgemeinschaft" an, die zwei historische Dieselbusse restauriert. Das Tourismus-Konzept fürs Wuppertal resultiert noch aus der "Regionale 2006".

"Wir müssen jetzt in Bewegung kommen", sagt Jochen Kersting von der Wupperschiene. Dass dies mit ehrenamtlichem Engagement zu schaffen ist, davon zeigt er sich ebenso überzeugt wie Hans Joachim de Bruyn-Ouboter: "Wenn wir es jetzt nicht hinbekommen, sind wir selbst schuld", sagt der 1. Vorsitzende des "Bergischen Rings".

Es ginge ja nicht nur um die Eisenbahn, betont Ulrich Grotstollen: "Es locken am Wegesrand als schöne Ziele die Industriedenkmäler wie Wülfing. Das kann ein Highlight werden."

Als Draisinenfans outen sich jedenfalls Peter Jung und Dr. Josef Korsten. Zur Premierenfahrt seien sie damals dabei gewesen, erzählen sie, bei miserablem Wetter: "Und das wollen wir sehr gerne wiederholen. Aber das beim nächsten Mal bitte bei Sonnenschein!"

Von Nadja Lehmann

08.02.2010 - Westdeutsche Zeitung

Geld für die Museumsbahn

Bergischer Ring: Das Projekt "Wupperschiene" erhielt am Montag 437.000 Euro vom Land - für die Eisenbahnstrecke bis nach Radevormwald.

Die Fördermittel sollen neue Bewegung auf die alte Bahnstrecke zwischen Beyenburg und Remscheid bringen.

Die Fördermittel sollen neue Bewegung auf die alte Bahnstrecke zwischen Beyenburg und Remscheid bringen.

Wuppertal. Als "Meilenstein für den Tourismus in der Region" wurde sie gestern gefeiert - die Überweisung von insgesamt 437.000 Euro an Landesfördermitteln an den Bergischen Ring. Gedacht ist das Geld zum einen für den Verein "Wupperschiene" und damit für die Museumsbahnstrecke zwischen Beyenburg und Radevormwald-Wilhelmstal - als "eisernes Rückgrat".

Zum anderen werden mit dem Landeszuschuss zwei historische Dieselbusse restauriert - unter Regie der Stiftung "Regionale Verkehrsgeschichte" und der Verkehrshistorischen Arbeitsgemeinschaft.

Das Fördergeld wird vom Landesministerium für Bauen und Verkehr überwiesen. Zur Übergabe kamen neben Oberbürgermeister Peter Jung gestern auch Ulrich Grotstollen (Vorsitzender der "Wupperschiene"), Bodo Middeldorf von der Bergischen Entwicklungsagentur und Hans-Joachim de Bruyn-Ouboter vom Bergischen Ring mit Rainer Klenner vom Landesministerium nach Beyenburg.

Die "Wupperschiene" verbindet die Haltepunkte Oberbarmen, Beyenburg, Radevormwald-Dahlhausen, Wilhelmstal und Krebsöge. Auf der mehr als 100 Jahre alten Strecke stehen unter anderem noch Arbeiten an Brücken und Signalen an. Der Museumsbahn-Verkehr soll Ziele rund um die Wuppertalsperre und den Beyenburger Stausee bedienen.

Der Bergische Ring versteht sich seit 2002 als "dezentrales Verkehrsmuseum der Region" und verbindet Industriedenkmäler mit historischen Verkehrsmitteln - seinerzeit als erstes Projekt der Regionale 2006.

In Abstimmung mit der Bergischen Entwicklungsagentur wurde in diesem Rahmen unter anderem eine Werkstatthalle für die Bergischen Museumsbahnen (BMB) und eine Wagenhalle für die Verkehrshistorische Arbeitsgemeinschaft errichtet.

Hans-Joachim de Bruyn-Ouboter (Bergischer Ring) und Bodo Middeldorf (Bergische Entwicklungsagentur) freuen sich über die Fördermittel. (Fotos: Andreas Fischer)

Hans-Joachim de Bruyn-Ouboter (Bergischer Ring) und Bodo Middeldorf (Bergische Entwicklungsagentur) freuen sich über die Fördermittel. (Fotos: Andreas Fischer)

Aufs Konto des Bergischen Rings geht zum Beispiel aber auch das neu installierte Wasserrad im Manuelskotten (2004) sowie die für 2010 geplante Verlängerung der Straßenbahnstrecke der BMB.

Auf fast 950.000 Euro beziffert der Bergische Ring die Gesamtinvestitionen - finanziert mit gut 640.000 Euro aus Fördergeldern und Eigenleistungen von "deutlich über 300.000 Euro."

Galt der größte Teil dieser Investitionen noch der Logistik hinter den Kulissen - etwa in Form der Hallen, komme man mit dem Ausbau der "Wupperschiene" nun zu Projekten, die auch für eine breite Öffentlichkeit greifbar sind, erklärt Hans-Joachim de Bruyn-Ouboter, Vorsitzender des Bergischen Rings, auf Nachfrage unserer Redaktion:

Durch die Instandsetzung historischer Wagen habe man Projekte wie die Wuppertaler Stadtrundfahrten in restaurierten Linienbussen überhaupt erst möglich gemacht - und das mit einer Auslastung von 100 Prozent und mehr, während andere Angebote im Rahmen der Extratouren rückblickend nur ein ein "Zuschussgeschäft" blieben.

Das "Eiserne Rückgrat" soll entlang der Wupper eine Verbindung zwischen Oberbarmen und der Wuppertalsperre sichern: Dabei kümmert sich der Verein "Wupperschiene" um die etwa 16 Kilometer lange Eisenbahnstrecke zwischen den Haltepunkten Oberbarmen, Beyenburg und Radevormwald bis hin zur Wuppertalsperre.

Ab Frühjahr will der Verein dort auch wieder seine Draisinen-Touren anbieten - und die Arbeiten auf der Strecke nun mit finanziellem Rückenwind fortsetzen.

von Stefan Melneczuk

14.09.2009 - RP- Online

Stiftungsfest auf Schienen

170.000 Euro sind für die Sanierung der Brücken gestiftet worden, in gleicher Höhe wurden ehrenamtliche Arbeitsstunden an den Schienen geleistet: Das galt es am Wochenende zu feiern.

Ein dauerhafter Platz für die Brücken-Tafel der Nordrhein-Westfalenstiftung muss noch gefunden werden, doch am sonntag übergab Peter Tscharnke, Regionalbeauftragter der Stiftung, das Schild während des Bahnhofsfestes symbolisch an Ulrich Grotestollen, Vorsitzender des Vereins Wupperschiene. In jahrelangem Engagement hatte die NRW-Stiftung mit insgesamt 170.000 Euro die Sanierung der Brückenbauwerke Wilhelmstal I und II unterstützt, im Gegenzug leistete der Verein in vergleichbarer Größe ehernamtlich Arbeitsstunden. "Jetzt wollen wir uns davon überzeugen, was daraus geworden ist", sagte Tscharnke, der gemeinsam mit Stiftungsmitglied und Ehefrau Ulrike Tscharnke zum Brückenfest in Dahlhausen erschienen war.

Viel Vergnügen hatten die Kinder auf der Hüpfburg beim Patronatsfest von St. Marien. BM-Foto: Hans DörnerMit der Draisine unterwegs

Ursprünglich hatte Grotestollen eine Wanderung von Dahlhausen zu den Brücken geplant, doch angesichts ungewissen Wetters und geringer Teilnehmerzahl stieg man auf die Fahrraddraisinen um. Dies bot Gelegenheit für Grotestollen zugleich zu erläutern, was noch getan werden muss. "Die Schienen dort vorne wirken noch ein wenig wellenförmig", erläuterte er an der Brücke Dahlhausen. Diese werden noch gerichtet.

VON ANTJE DAHLHAUS

14.09.2009 - Remscheider General- Anzeiger (rga)

Nostalgie rund um die Eisenbahn

Für die einen ist der Bahnhof Dahlhausen eine Art Schrottplatz, wo betagte Waggons buchstäblich auf dem Abstellgleis gelandet sind. Für die anderen ist das Gelände ein Paradies mit vielen Schätzchen, die zu einer Reise in die Vergangenheit der Bahn einladen. Gestern kamen dort alle auf ihre Kosten.

Der Bahnhof Dahlhausen war gestern Ausflugsziel zahlreicher Eisenbahnfans. Der Verein "Wupperschiene" hatte zum Fest eingeladen. ©Von Frank Michalczak

Der Bahnhof Dahlhausen war gestern Ausflugsziel zahlreicher Eisenbahnfans. Der Verein "Wupperschiene" hatte zum Fest eingeladen. ©Von Frank Michalczak

Der Förderverein Wupperschiene, dem das Gelände gehört, hatte zu seinem Sommerfest nach Dahlhausen eingeladen.Mitten im Trubel stand Ulrich Grotstollen, der Vorsitzende der Hobbyeisenbahner, der zunächst nicht ganz glücklich war. "Es läuft eher schleppend an", meinte er mit Blick auf die Besucher, die am Vormittag noch nicht in Scharen gekommen waren.

In der Folgezeit füllte sich jedoch das Bahnhofsgelände, auf dem die "Wupperschiene" eine ganze Reihe von Ständen aufgebaut hatte. Wer wollte, konnte sich in den historischen Waggons umsehen, eine Draisinen-Fahrt über die Schienen nach Dahlerau bzw. Wilhelmstal erleben oder sich ganz einfach Würstchen und Bier schmecken lassen. Für die Kinder stand eine Mini-Eisenbahn bereit, auf der sie ihre Runden drehen konnten.

Grotstollen und seine Mitstreiter standen derweil für Gespräche bereit, um über die Arbeit der "Wupperschiene" zu informieren. Der eingetragene Verein formierte sich Anfang der 90er Jahre mit dem Ziel, die historische Zugstrecke zwischen Beyenburg und Wilhelmstal für Ausflügler wiederzubeleben. Das Schienennetz und die Bauwerke wurden von der Bundesbahn übernommen.

Was hoffnungsvoll begann, entpuppte sich als wahre Herkulesaufgabe. Vom angestrebten Zugverkehr kann auch 19 Jahre nach der Vereinsgründung keine Rede sein, wobei Grotstollen aber auch auf Erfolge hinweist. (Fast) alle Eisenbahnbrücken auf der Strecke seien mittlerweile hergerichtet. Zuletzt wurde das Bauwerk in Wilhelmstal fertiggestellt.

Demnächst soll die Sanierung der Eisenbahnbrücke in Vogelsmühle folgen. "Wir haben dort schon die Brückenwand gereinigt und den Grünschnitt beseitigt", zählt Grotstollen auf. Finanziert wird das Ganze mit Mitteln aus dem Denkmalschutz-Programm des Landes und durch Eigenleistungen der ehrenamtlichen Eisenbahner.

Zwanzig Aktive zählt der Vorsitzende derzeit in seinen Reihen. Dazu gesellen sich immer wieder Ein-Euro-Kräfte, die auf dem Bahnhof Dahlhausen die Ärmel hochkrempeln sollen. Schließlich gibt es rund um die Gleise immer was zu tun. 2010, so Grotstollens Hoffnung, könnten dann tatsächlich wieder Züge fahren. "Es laufen Anträge und es werden Verhandlungen geführt." Auch mit der Bundesbahn, die noch den Abschnitt zwischen Beyenburg und Barmen besitzt.

Die Hobby-Eisenbahner zielen nämlich darauf ab, ihre Strecke bis nach Wuppertal zu verlängern. Doch vor Barmen ist vor Jahren ein Hang auf die Gleise gesackt, was das Ganze noch komplizierter macht. Aufgeben werde man deshalb aber nicht, erklärt Grotstollen.

Von Frank Michalczak

06.03.2009 - Remscheider General- Anzeiger (rga)

Draisinen-Fahrten zwischen Beyenburg und Wilhelmstal

Wetterfest zeigten sich gestern der Wuppertaler Oberbürgermeister Peter Jung und sein Rader Amtskollege Dr. Josef Korsten, die bei strömenden Regen in die Pedale traten. Sie trafen sich dazu auf Schienen - am ehemaligen Eisenbahn-Haltepunkt Remlingrade.

Wuppertals OB Peter Jung (li.) und Radevormwalds Bürgermeister Dr. Josef Korten bei der Testfahrt und Inbetriebnahme des Draisinenverkehrs zwischen Beyenburg und Wilhelmstal. © Foto: M. Sieber

Wuppertals OB Peter Jung (li.) und Radevormwalds Bürgermeister Dr. Josef Korten bei der Testfahrt und Inbetriebnahme des Draisinenverkehrs zwischen Beyenburg und Wilhelmstal. © Foto: M. Sieber

Dort weihten die beiden ein neues Freizeitangebot offiziell ein. Wer will, kann künftig per Draisine durch das idyllische Tal von Beyenburg bis Wilhelmstal "radeln".

8,5 Kilometer über die Schienen

Rund 8,5 Kilometer umfasst die ehemalige Bundesbahn-Strecke, die heute den ehrenamtlichen Mitarbeitern des Vereins "Wupperschiene" gehört. "Wir stellen für die Draisinen-Fahrten unser Schienennetz zur Verfügung und erteilen quasi die Erlaubnis für den Betrieb", berichtet der Vorsitzende der Hobby-Eisenbahner, Ulrich Grotstollen, über die Zusammenarbeit mit dem neuen Verein "Wuppertrail".

Dieser hat sieben unterschiedlich große Draisinen angeschafft, wobei er von der Stadtsparkasse Wuppertal finanziell unterstützt wurde. "Darauf können zwei bis sieben Personen Platz nehmen. Wir stellen Begleiter zur Verfügung, die an den Bahnübergängen den Verkehr regeln", erklärt "Wuppertrail"-Chef Rainer Ötting. Insgesamt haben somit Gruppen von bis zu 40 Ausflüglern die Chance, das Tal per Draisine zu erkunden. Ein ideales Angebot bei Klassenfahrten, für Betriebsausflüge oder Tagestouristen.

Erst auf die Draisine, dann ins Drachenboot

Rainer Ötting, der die Jugendherberge in Wuppertal leitet, will künftig das Programm auf die Bedürftnisse der unterschiedlichen Gruppen maßschnei-dern. Wer will, kann nach der Draisinenfahrt ins Drachenboot auf dem Beyenburger Stausee steigen. Oder im Dahlerauer Wülfingmuseum Industriegeschichte erleben. Oder sich am Bahnhof Dahlhausen ein Bild von der Arbeit der Eisenbahner vom Verein "Wupperschiene" machen.

Und die hoffen derweil auf den ganz großen Wurf. Wie der Vorsitzende Ulrich Grotstollen erklärt, könnte der Verein in diesem Jahr in den Genuss von 530 000 Euro an öffentlichen Mitteln kommen, um die Eisenbahnstrecke komplett für den Schienenverkehr herzurichten. Danach soll zwischen Oberbarmen und Wilhelmstal an Wochenenden der Zugverkehr auf der stillgelegten Strecke sein Comeback feiern. "Bei den Bauarbeiten müssen wir allerdings einen Eigenanteil von zehn Prozent zahlen", fügt er hinzu.

Comeback der Eisenbahn?

Wenn also alles gut geht, dann gibt es künftig Zugfahrten und Draisinentouren für Ausflügler - und das im Wechsel. "Denn natürlich funktioniert das nicht parallel", fügt Grotstollen hinzu, der mit seinen Kollegen von "Wuppertrail" ein ehrgeiziges Ziel verfolgt: Bis zu 25 000 Fahrgäste sollen jährlich gewonnen werden.

Das wäre in der Tat ein Quantensprung für den Tagestourismus in Radevormwald, wie Hartmut Behrensmeier von der Stadtverwaltung betont. "Das wird bestimmt der Renner", erklärt der Tourismus-Experte, der auch eigene Schritte ankündigt. So werde das Umfeld des Bahnhofs Dahlhausen hergerichtet - aus Mitteln der Regionale 2010. Dort entsteht ein so genanntes "Portal" für Ausflügler, die von dort aus die Talsperren ansteuern wollen.

Das aber ist Zukunftsmusik. Real sind hingegen Draisinen-Fahrten, die in etwa vier Wochen an-geboten werden sollen. Der Spaß kostet je nach Gruppengröße zwischen 5 und 8 Euro pro Person.

Weitere Informationen, 02051/802905 oder im Internet unter www.wuppertrail.de

VON FRANK MICHALCZAK

06.03.2009 - WZ Wuppertal

Mit der Fahrrad-Draisine von Beyenburg nach Radevormwald

Bei der neuen Draisinen-Tour geht es per Muskel-Antrieb über die Schienen.

Auf jeden Fall wetterfest: Die neuen Draisinen auf der Beyenburger Strecke. (Foto: Wolfgang Westerholz)

Auf jeden Fall wetterfest: Die neuen Draisinen auf der Beyenburger Strecke. (Foto: Wolfgang Westerholz)

Beyenburg. Vom Regen in die Taufe – das Wetter hätte besser sein können, bei der Jungfernfahrt der neuen Fahrrad-Draisinen in Beyenburg. Bei grauem Himmel und Nieselregen ging das muskelbetriebene Schienenfahrzeug auf die stillgelegte Bahnstrecke zwischen Beyenburg und Radevormwald – ein feuchtes Vergnügen für die geladenen Gäste. Abgesehen davon verlief die Testfahrt reibungslos – und jeder Interessierte kann ab sofort die neuen Touren buchen.

Sieben Draisinen für Schulausflüge oder Kindergeburtstage

Vor allem Schulklassen sollen auf der 8,5 Kilometer langen Strecke zwischen dem Beyenburger Bahnhof und der Wuppertalsperre in Radevormwald Spaß haben, aber auch für Kindergeburtstage oder Betriebsausflüge können die insgesamt sieben Draisinen gebucht werden. Bei normalem Tempo benötigen die bis zu 40 Teilnehmer etwa zwei Stunden für Hin- und Rückweg. Wer sich mehr Zeit für die Sehenswürdigkeiten entlang der Strecke nehmen möchte, darf gerne auch langsamer in die Pedale treten.

Buchung

Wer Interesse an einer Draisinentour zwischen Beyenburg und der Wuppertalsperre in Radevormwald hat, kann sich beim Verein Wuppertrail anmelden. Bei der Anmeldung werden auch die weiteren Rahmenbedingungen der Tour abgesprochen. Zu erreichen ist der Verein unter Ruf 02051/802905.

Dabei wird immer ein fachkundiger Helfer zur Seite stehen, der bei technischen Problemen helfen kann und interessante Details zur Strecke erklärt. Der wird sicherlich auch darauf hinweisen, wie viel Arbeit investiert werden musste, bis die Strecke für die Fahrraddraisinen freigegeben werden konnte: Bereits seit 1989 kümmert sich der Verein Wupperschiene ehrenamtlich um den Erhalt der Strecke. Eisenbahnfan Robin Conrads hat dabei tatkräftig mitgeholfen: „Vor allem die Reparatur der Schienen und die Befreiung der Strecke von Wildwuchs wird uns weiter beschäftigen“, erklärt der 15-Jährige die weitere Arbeit des Vereins.

Nicht ganz so lange brauchte der eigentliche Initiator für die Vorbereitung der Draisinentour: Der eigens gegründete Verein Wuppertrail war rund vier Jahre mit der Planung beschäftigt. Dank einer Spende der Stadtsparkasse ging dann alles schnell: „Weniger als ein Jahr haben wir für den Kauf der Draisinen und die Umsetzung der Pläne gebraucht“, sagt Rainer Oetting, Wuppertrail-Vorsitzender.

Wer will, kann laut Oetting neben der eigentlichen Draisinen-Fahrt auch Drachenbootfahrten auf dem Beyenburger Stausee oder gemeinsames Grillen zusätzlich unternehmen. Für die Zukunft kann er sich auch einen Regelbetrieb der Draisinen vorstellen – dann könnten Besucher auch ohne Voranmeldung die altertümlichen Fortbewegungsmittel nutzen.

VON MORITZ STANARIUS

02.02.2009 - Remscheider General- Anzeiger (rga)

Ein Auto auf dem Gleis

Das Schienentaxi auf Testfahrt vom Bahnhof Dahlhausen zur Wupperbrücke. © Foto: M. Sieber

Das Schienentaxi auf Testfahrt vom Bahnhof Dahlhausen zur Wupperbrücke. © Foto: M. Sieber

Majestätisch schiebt sich die Wupper an den langgestreckten Bauten der früheren Wollfabrik Hardt & Pocorny vorbei. Hoch oben auf dem Hügel thront die evangelische Kirche Dahlerau, deren Turm stolz alle anderen Bauten überragt.

Wie sonst selten sind Geschichte und Tradition der Wupperorte zu spüren und fast mit Händen zu greifen: ihre frühere Wirtschaftskraft und der Stolz vergangener Zeiten. Eine Schienenfahrt ist es, die ganz neue Blicke und Perspektiven ermöglicht: Am vergangenen Samstag ist der Halveraner Unternehmer Friedrich Wilhelm Kugel nach Rade gekommen. Und er hat sein Schienentaxi mitgebracht, das wartend auf den Gleisen steht.

In seinem früheren Leben war es ein Kleinbus, ein Mercedes Benz 309. Statt Reifen zieren ihn nun ehemalige Straßenbahnräder. "Die Idee ist gar nicht neu, auch die Bundesbahn hat VW-Busse auf den Schienen eingesetzt", sagt Kugel. Der Unternehmer ist zum einen Geschäftsführer der Schleifkottenbahn in Halver, entwickelt dort neue Technologien für vernachlässigte oder eingestellte Bahnstrecken.

Zum anderen ist er Schatzmeister der Bergisch-Märkischen Eisenbahn - und damit sozusagen ein "Kollege" der "Wupperschiene", die sich um die Strecke Wuppertal - Wilhelmstal kümmert. Kugel fragte an, ob er sein Schienentaxi mal vorstellen dürfe: "Da haben wir natürlich ja gesagt", meint Jochen Kersting, der ebenfalls bei der Testfahrt dabei ist. "Wir müssen schließlich an die Zukunft der Strecke denken und stehen Ideen offen gegenüber."

Eine Lizenz besitzt das Schienentaxi noch nicht, darf deshalb nur geladene Gäste befördern. Neun Sitze in seinem Inneren - und Fahrpulte an beiden Stirnseiten, an denen Friedrich Wilhelm Kugel und Björn Uphoff Platz nehmen. Eine leichte Bewegung am Schalthebel - schon geht`s los. "Wir könnten damit 120 Stundenkilometer fahren", verrät Björn Uphoff, der für alle technischen Fragen zuständig ist. Angetrieben wird das Gefährt durch Batterien, wiegt leer zweieinhalb Tonnen.

"Mein Ziel ist es, dass wir auf Gleisen fahren wie auf der Straße", sagt Kugel. Viel zu viele Strecken habe die Bahn aufgeben, viel zu viel sei unwiderbringlich verloren. "Aber hier haben wir die Gleise, die Bahnhöfe, das ist unser Kapital." Kugel hat Visionen. 10 000 Schienentaxis will er bauen, sie bundesweit vermarkten und mit ihnen eine Taktfrequenz anbieten, die an U-Bahnen in Berlin und München erinnert. Er träumt davon, dass Solardächer an den Haltepunkten den Fahrzeugen neue Energie einspeisen. "Ich höre immer viel, was alles nicht geht", sagt der Halveraner. "Ich will etwas möglich machen, für und mit den Menschen."

Unterstützung hat er sich geholt. Wie Otto Degenhard vom BUND Märkischer Kreis, der die Strecke Halver-Oberbrügge - Rade mit Fahrradwegen kombinieren und damit auf ein Tourismuskonzept nach sauerländischem Modell setzen möchte. Wie viele Halveraner Unternehmer, die das Projekt fördern. Das Schienentaxi hat angehalten. Auf der Brücke Wilhelmstal I, die der Verein "Wupperschiene" gerade auf Vordermann gebracht, dort die Brückenköpfe erneuert hat. Tief unter den Eisenbahngleisen und dem Schienentaxi rauscht mächtig die Wupper.

Von Nadja Lehmann

15.09.2008 - Remscheider General- Anzeiger (rga)

Fest des Vereins "Wupperschiene"

Draisinen auf dem Bahnhofsfest in Dahlhausen. © Foto: J. Körschgen

Draisinen auf dem Bahnhofsfest in Dahlhausen. © Foto: J. Körschgen

Eine kleine Dampflokomotive dreht ihre Runden, nimmt Kinder und Erwachsene mit. Auf den großen Schienen strampeln ganze Familien im Schweiß ihres Angesichts auf der Fahrraddraisine Richtung Wilhelmstal.

An den Marktständen türmen sich Bücher, alte Routenschilder und Hinweistafeln wie "Nicht öffnen, bevor der Zug hält". Über allem strahlt die Sonne. "Gottseidank", sagt Ulrich Grotstollen. "Damit steht und fällt so ein Fest."

Grotstollen ist der 1. Vorsitzende des Vereins "Wupperschiene" und hat mit seinem Team am vergangenen Sonntag das 2. Bahnhofsfest am alten Bahnhof Dahlhausen auf die Beine gestellt. Die befreundete Sauerländer Kleinbahn aus Plettenberg ist angereist: "Wir haben allerdings eine Schmalspurbahn, sodass wir keine Loks und Waggons austauschen können", sagen die Sauerländer.

Sogar die Post ist gekommen, genauer: der "Verein zur Erhaltung historischen Postgutes". "Wir mussten unser Museum in Solingen räumen", erzählt der 1. Vorsitzende des 2000 gegründeten Vereins, André Heße. "Jetzt haben wir Asyl bei der Wupperschiene gefunden." Der Post-Verein wird in Dahlhausen einen eigenen Waggon beziehen, diesen "etwas aufhübschen" und im Sommer 2009 eröffnen: Gezeigt werden dann alte Schätze wie Paketzustellkarren, Frankiermaschinen, Stempel.

"Wir sind froh, dass wir für diesen Waggon eine neue Aufgabe gefunden haben", sagt Grotstollen. Gleiches gelte für die gerade eingeweihte Solarwerkstatt, die das Jugendamt betreibt. "Wir müssen uns von manchen alten Waggons auch einfach trennen, das ist sonst alles gar nicht mehr leistbar", bekennt Eisenbahn-Fan Grotstollen.

Gemeinsam mit seinem rund 90 Mitglieder zählenden Verein träumt er davon, die historische Strecke zwischen Rauental und Wilhelmstal wiederzubeleben. "Die Strecke zwischen Beyenburg und Wilhelmstal gehört uns ja bereits", berichtet er. Fehlt noch das Teilstück Beyenburg-Rauental. Das ist noch im Besitz der Deutschen Bahn. Die will zwar verkaufen und Geld hat die Wupperschine" dank der "Regionale 2006" auch schon, aber: "Wir müssen ein komplettes Touristikkonzept entwickeln, in dem wir neben Wülfing-Museum und Wasserquintett ein Bestandteil sind."

In ihren Überlegungen setzt die Wupperschiene vor allem auf die Draisinen. "Da können wir dank eines großen Einzugsgebiets um die 20 000 Nutzer erreichen", sagt Grotstollen. Ein weiterer Anziehungspunkt sei der Museumsbahnverkehr, bei dem Wülfing angefahren wird: "Da schwebt uns eine Kooperation mit dem Eisenbahnmuseum Bochum-Dahlhausen vor."

Um ihre Strecke fit zu machen, ist die "Wupperschiene" dabei, dort die sieben Brücken zu restaurieren. Den beiden Wilhelmstaler Brücken haben die Mitglieder in Eigenleistung gerade erst zu neuem Glanz verholfen, auch die Beyenburger und die Brücke über die Hardtstraße sind bereits fertig. "Manchmal sind wir eher eine Baufirma als ein Verein", seufzt Ulrich Grotstollen.

Inzwischen sind noch mehr Besucher gekommen und die kleine Dampflokomotive dreht noch immer ihre Kreise. "Sie ist im Maßstab 1:10 gebaut", sagt Besitzer Torsten Wirths. Der bärenstarke Winzling, der mehr als zwei Tonnen ziehen kann, schluckt eifrig Wasser und Kohle - und aus dem Schornstein kommt jede Menge Rauch.

Von Nadja Lehmann

15.09.2008 - RP- Online

Vorfahrt für Draisinen

Radevormwald (RP) Der Förderverein "Wupperschiene" hatte am Sonntag wieder zu einem großen Bahnhofsfest nach Dahlhausen geladen. Natürlich standen der Erhalt der 13 Kilometer langen Museumsstrecke und die "Eisenbahn" im Mittelpunkt.

Mit ganzer Kraft stemmen sich zwei Männer gegen einen riesigen Hebel, um diesen mal zu Boden und mal gen Himmel zu drücken. "Oh je, das ist schwerer, als ich gedacht habe", ruft der Ältere. Der jüngere Mann scheint sich darüber eher zu Amüsieren. Er lässt sich nicht anmerken, dass es auch ihn reichlich Kraft kostet, eine Handhebel-Draisine in Bewegung zu halten.

Dem kleinen Simon gefällt die Fahrt mit Vater Daniel und Großvater Hans-Kurt Hoffmaier. Das Trio hatte gestern auf dem Bahnhofsfest in Dahlhausen viel Spaß. Daniel Hoffmaier vergleicht das ungewöhnliche Fahrgefühl mit Szenen aus einem Western. "Draisinen kenne ich nur aus dem Film. Toll, hier mal mitfahren zu können", sagt er. Bei schönem Wetter herrscht auf der alten Bahnstecke zwischen Dahlerau und Wilhelmstal reger Verkehr. Draisinen, von Hand betätigt, Altertümchen mit Fußpedalantrieb und motorbetriebene, Marke "Eigenbau", sind im Einsatz.

"Das Wetter unterstützt unser Bahnhofsfest. Die Menschen kommen und haben ihren Spaß", sagt Ulrich Grotstollen. Den kleinen Verein "Wupperschiene" mehr ins Gespräch zu bringen, ist eines der Ziele des Festes. "Auch unsere 90 Vereinsmitglieder sollen sich einmal vergnügen", sagt der Vorsitzende. Dies gelingt offensichtlich, Menschenströme prägen das Bild.

Neuer Anstrich für zwei Loks

Gedränge gibt es auch an der kleinen Dampflok, die ihre Runden drehte. Die kleinen Gäste haben viel Spaß auf der 5-Zoll-Bahn. Für die Eltern und anderen Eisenbahnfreunde zeigte sich die Eisenbahnwelt im Mini-Format. Eine große Landschaft samt Bahnhöfen und Zügen findet Bewunderung: Der Modelleisenbahnverein aus Wuppertal zeigt seine Schätze, wie auch die "Gelbe Post". Dazu haben die Mitglieder des Postmuseums einen Wagen umgebaut und parken ein älteres Post-Fahrzeug davor. Dieses soll künftig in Dahlhausen bleiben.

Nur wenige Meter entfernt "parkt" eine kleine Transportlok – mit neuem Anstrich. Die alte Dampflok zeigt sich mit roter Nase. "Sie wird entrostet. Schon bald erstrahlt sie neu", freut sich Grotstollen. Ob neuer Lack oder nicht, die Loks sind umlagert. "Die strahlen eine Faszination aus. Ein Magnet für Eisenbahnfreunde", sagt Peter Wellbeck aus Halver. Er lobt das große Angebot. Alte Postkarten mit Loks und alte Literatur interessieren den jungen Mann. "Hier kann man auch gut Kontakte zu den verschiedenen Vereinen knüpfen", freut er sich.

Sind die Draisinen gerade in Richtung Dahlerau oder Wilhelmstal unterwegs, kann die Zeit am Kaffeestand oder am Grill überbrückt werden. Kinder können Pony reiten oder dem Leierkasten-Mann zuhören. "Ich habe für den heutigen Tag extra Eisenbahnlieder aus meinem Katalog gezogen", sagt Helmut Kraus, der die Kurbel dreht.

VON SIGRID HEDDERICH

12.09.2008 - Remscheider General- Anzeiger (rga)

Großes Fest am Klärwerk

(nal). Der Wupperverband lädt am Sonntag, 21. September, von 11 bis 17 Uhr zum Tag der offenen Tür ins Klärwerk Radevormwald, Neuland 30, ein. Bürgermeister Dr. Josef Korsten nimmt die neuen und sanierten Anlagenteile offiziell in Betrieb.

Was genau im Klärwerk passiert, können Besucher bei Führungen erleben, auch Infostände sorgen bei Fragen rasch für Abhilfe. Feuerwehr- und Kanalfahrzeuge werden vorgestellt und wer mag, kann sich dank des Vereins "Wupperschiene" zwischen Rade und Beyenburg auf die Draisine schwingen. Für Getränke und Imbiss ist gesorgt.

Da es am Klärwerk keine Parkmöglichkeiten gibt, hat der Wupperverband einen Pendelverkehr eingerichtet, der ab 10.30 Uhr jede halbe Stunde die Haltestellen Busbahnhof, Bergerhof, Herbeck und Wuppermarkt Richtung Klärwerk anfährt. Der letzte Pendelbus Richtung Rade startet um 17.30 Uhr.

- Weitere Infos unter www.wupperverband.de

11.09.2008 - Remscheider General- Anzeiger (rga)

Alter Waggon in Solarwerkstatt verwandelt

Solarwerkstatt im alten Bahnhof Dahlhausen. © Foto: M. Sieber

Solarwerkstatt im alten Bahnhof Dahlhausen. © Foto: M. Sieber

Ein kleiner Knopfdruck für Dr. Josef Korsten, ein großer Moment für zwölf Schülerinnen und Schüler der Geschwister-Scholl-Schule: Als der Rader Bürgermeister gestern Nachmittag die Solarwerkstatt im alten Bahnhof Dahlhausen offiziell in Betrieb nahm, konnten sich die beteiligten Schüler über den erfolgreichen Abschluss des Projekts freuen.

Im Rahmen des Wahlpflichtunterrichts hatten sie gemeinsam mit ihrem Techniklehrer Norbert Schmitz einen alten Waggon renoviert und zum Experimentierlabor ausgebaut. Fortan können dort Schüler aller Altersklassen und Schulformen praktische Erfahrungen zum Thema Solarenergie und Energiesparen sammeln.

In Zusammenarbeit mit dem Verein Wupperschiene, der Jugendförderung und der Sparkasse Rade-Hückeswagen, die den Ankauf des Waggons ermöglichte, ist so eine zukunftsweisende außerschulische Bildungseinrichtung entstanden. "Die Projektarbeit hat sehr viel Spaß gemacht", erzählt Marius Motzek aus der Klasse 10 b. "Ich hätte nie gedacht, wieviel sich ohne Strom aus der Steckdose bewerkstelligen lässt. Und es ist ein tolles Gefühl, wenn man alles selbst gebaut hat."

Anhand von Schaubildern wird erklärt, wie eine solche Anlage eigentlich funktioniert. Und an den Experimentierkästen können Jungwissenschaftler fortan selber ausprobieren, wie eine Brennstoffzelle arbeitet oder wie sich mit Hilfe von Solarpaneelen kleine Motoren antreiben lassen.

Für ihr Engagement dankte der Bürgermeister den Jugendlichen ausdrücklich: "Die Stadt kann auf ihre Hauptschüler wirklich stolz sein."

Von Ariane Czerwon

20.01.2008 - AUGENBLICKMAL – Das Jugendinfoheft der Stadt Radevormwald

Der Strom der von der Sonne kommt

Herr Schmitz mit den beteiligten Schülern

Herr Schmitz mit den beteiligten Schülern

Im vergangen Jahr haben die Schüler der 9. Klasse mit ihrem Techniklehrer Herr Schmitz in Zusammenarbeit mit der Jugendförderung Hr. Kersting die Arbeiten an dem Projekt Solarwerkstatt, am alten Bahnhof Dahlhausen, fortgesetzt. In einem alten Eisenbahnwaggon, der von dem Förderverein Wupperschiene zur Verfügung gestellt und von der Sparkasse gesponsert wurde, ist der Innenraum umgestaltet worden. Hierfür unterstützte uns die Firma Klaus Kuhn. Das Ziel wird sein im Frühsommer dieses Jahres die ersten Gruppen als Gäste begrüßen zu können um dort mit Versuchen einige Einblicke in die Welt der Solarenergie zu bekommen.

Die Solarwerkstatt bietet ab Sommer 2008 folgendes an:

 

 

Beteiligte Schüler: Tim Marius, Chris, Peppi, Jonas, Tobias, Matthias, Eduard, Jürgen, Harun

Lehrer: N. Schmitz

19.12.2007 - Remscheider General- Anzeiger (rga)

170 000 Euro für Brücken der Wupperschiene

"Wir haben hier eine der landschaftlich schönsten Bahnstrecken Deutschlands direkt vor der Haustür", sagt Werner Stephan: "Wir müssen sie nur wieder zum Leben erwecken."

Gemeint ist der Schienenabschnitt zwischen Oberbarmen und Wilhelmstal, auf dem 1979 zum letzten Mal ein Personenzug verkehrte. Seit Jahren arbeiten Eisenbahn-Freunde wie Stephan mit dem Verein "Wupperschiene" daran, zerfallene Brücken aufzuarbeiten, zerstörte Schienenstränge zu ersetzen und Erdrutsche zu beseitigen.

Seit Montag sind sie ihrem Ziel, wieder Sonderzüge fahren zu lassen, um exakt 170 000 Euro näher gekommen. So viel Geld nämlich stellte der Vorstand der NRW-Stiftung unter Vorsitz von Bundesminister a.D. Jochen Borchert am Montag zur Verfügung."Mit dem Geld werden wir die Brücken Wilhelmstal 1 und 2 restaurieren", berichtet Werner Stephan. Bereits seit einigen Monaten ist "Wilhelmstal 1" die größte Baustelle für die Vereinsmitglieder.

"Die beiden Pfeiler der Brücke drohten einzustürzen. Aber mit 65 000 Euro vom Denkmalamt und ungefähr 65 000 Euro in Form von Eigenleistung konnten wir sie erhalten", berichtet Werner Stephan. Bis zum Sommer sollen noch die Widerlager hergerichtet werden. Ein weiteres Jahr Bauzeit rechnen die Eisenbahner für die Sanierung der Brücke Wilhelmstal 2.

Die 170 000 Euro Zuschuss der NRW-Stiftung werden dabei überwiegend in Baumaterial fließen; die notwendigen Arbeiten erledigen die Mitglieder der Wupperschiene fast komplett in Eigenleistung.

Nun beginnt der Endspurt. "Die größten Baustellen hätten wir geschafft, wenn in Wilhelmstal alles fertig ist", sagt Werner Stephan.

Rund 60 000 Euro seien noch nötig, um die Brücke in Oede in Ordnung zu bringen. Gelder für die Restaurierung der Eisenbahnbrücke Vogelsmühle habe das Denkmalamt für 2009 zugesagt. "Dann müssen wir noch einen Hangrutsch hinter der Firma Erfurt beseitigen, sobald die Deutsche Bahn den Streckenabschnitt an uns abgegeben hat - und dann kann's losgehen", sagt Stephan: "Wir wollen noch 2009 ans Fahren kommen."

Verwunschene Wupperauen, beeindruckende Blicke über den Beyenburger Stausee, historische Bahnhöfe und viele Zeugnisse der Industriekultur - Attraktionen bietet die alte Schienenstrecke jede Menge. Nicht nur Eisenbahnfreunde sollen sie wiederentdecken. Bereits ab dem kommenden Frühjahr werden hier Draisinen rollen.

Schulklassen, Vereine und Freizeitgruppen werden mit den Schienen-Fahrrädern des Vereins "Wuppertrail" Erlebnisausflüge erleben. Mindestens 15 000 Fahrten pro Jahr peilt der Vorstand an. Die Vorbehalte sind aus dem Weg geräumt: Wegen Sicherheitsbedenken war unklar, ob sowohl Draisinen als auch Züge dieselbe Strecke nutzen dürfen.

"Wir werden einfach an unterschiedlichen Tagen fahren", sagt Werner Stephan: "Damit können auch die Ämter leben."

Von Kerstin Neuser

24.09.2007 - Remscheider General- Anzeiger (rga)

Hobby-Eisenbahner weihten saniertes Viadukt ein

Jutta Grotstollen muss ihren Mann mit einer zweiten Liebe teilen - der Eisenbahn: "Es vergeht kein Samstag, ohne dass er zum Bahnhof nach Dahlhausen fährt, um hier zu arbeiten", schilderte sie gestern die Leidenschaft ihres Mannes, der sich seit der frühesten Kindheit für Züge begeistert. "Das hat ihm sein Vater mit auf den Weg gegeben."

Betrieb auf dem Bahnhofsfest

Betrieb auf dem Bahnhofsfest

Ulrich Grotstollen ist heute Vorsitzender des "Fördervereins Wupperschiene" und träumt gemeinsam mit rund zwanzig ehrenamtlichen Mitstreitern auf dem Stützpunkt Dahlhausen davon, die historische Strecke zwischen Beyenburg und Wilhelmstal wiederzubeleben. Gestern feierten sie einen Etappensieg: Bei einem Bahnhofsfest wurde die Sanierung der Eisenbahn-Brücke an der Hardtstraße offiziell beendet. Darüber können wieder Züge fahren.

Seit 2001 steckte der Förderverein "tausende Arbeitsstunden" in das historische Viadukt, wie Grotstollen berichtete. Die Brücke, unter der täglich unzählige Pkw in Richtung Lüttringhausen bzw. Radevormwald fahren, war zuvor zur Tropfsteinhöhle geworden. Immer wieder drang Wasser durch das Bauwerk auf die Hardtstraße, die bei Frost zur Gefahrenstelle wurde.

"Wir haben mehrere Schichten Beton aufgetragen. Jetzt hält die Brücke für die nächsten hundert Jahre", versprach der Vorsitzende der Hobby-Eisenbahner, der im Zuge des Großprojekts viele Helfer im Einsatz hatte - unter anderem die Bewohner vom "Haus am Fluss" in Dahlhausen.

"Von hier aus fuhr man in die große weite Welt" Erni Huckenbeck Sie alle erlebten ein stimmungsvolles Fest rund um den Bahnhof. Eine Jazz-Kapelle spielte, es gab Leckeres vom Grill und jede Menge Infos über die Arbeit der Eisenbahner. Und für so manchen Gast wurde der Abstecher zu einer Reise in die Vergangenheit.

Die stellvertretende Bürgermeisterin Erni Huckenbeck erinnerte sich daran, wie sie früher auf dem Dahlhauser Bahnhof ihren Koffer schleppte: "Von hier aus fuhr man in die große, weite Welt", erklärte die CDU-Politikerin, die gemeinsam mit Grotstollen symbolisch ein rotes Band auf dem Viadukt durchschnitt.

Erni Huckenbeck hatte dabei auch Zahlen parat: Rund 55 000 Euro wurden für die Sanierung an öffentlichen Mitteln bereit gestellt, ebenso viel steuerte die "Wupperschiene" bei - die sich weitgehend über Spenden finanziert.

Auf weitere Einnahmen hoffen die Eisenbahnfreunde, wenn sie irgendwann Draisinen-Fahrten durch das Tal anbieten können. Sie könnten zum Renner werden, ob für Schulklassen oder Kegelclubs: "Und wer die idyllische Strecke bis nach Wilhelmstal kennt, der weiß, dass das zur Attraktion werden kann", erklärte Grotstollen.

Und noch ein Mosaikstein könnte 2009 endlich hinzukommen. Wenn sich die Bundesbahn von ihrem Streckenabschnitt zwischen Rauental und Beyenburg trennt und dort der Hangrutsch beseitigt wird - dann können von Oberbarmen bis nach Wilhelmstal wieder Museumszüge fahren. Gute Aussichten für die Wupperorte, die sich durch Zug- und Draisinen-Verkehr zum Ausflugsmagneten mausern könnten.

"Oberbarmen - Wilhelmstal" 2009 wieder befahrbar? Und das nächste Projekt auf dem Weg zu diesem großen Ziel hat bereits begonnen - derzeit saniert die "Wupperschiene" den Pfeiler einer Eisenbahnbrücke in Wilhelmstal: "Sie fragen ja immer, wann wir endlich fertig werden", erklärt Ulrich Grotstollen im RGA-Gespräch.

"Die Antwort ist eindeutig - wir werden nie fertig. Es wird immer etwas zu tun geben." Keine guten Aussichten also für seine Frau, die ihn weiter teilen muss. Mit seiner zweiten großen Liebe, der Eisenbahn.

Infos über die Wupperschiene gibt es jeden Samstag oder an jedem zweiten Mittwoch des Monats beim Clubabend - ab 18.30 Uhr am Bahnhof Dahlhausen.

VON FRANK MICHALCZAK

24.09.2007 - WZ WUPPERTAL

Ein Fest und viele neue Fans

DAHLHAUSEN Zum Bahnhofsfest kamen auf Einladung des Bergischen Rings viele Eisenbahnfreunde.

"Nochmal!" Dieser kindliche Ausdruck verrät höchsten Genuss. Und auch wenn die Eltern langsam müde wurden, weiter in die Pedale der Draisine zu treten. "Nochmal!" brüllten Kinder wie Patrick und Nadine und wollten die Schienentour gleich ein zweites Mal erleben. Für einen spätsommerlichen Tag waren Dahlhausen und unmittelbare Umgebung das Zentrum der Welt. Das erste Dahlhausener Bahnhofsfest machte es möglich, und bei der Veranstaltung ging es so fröhlich, laut und euphorisch zu wie vermutlich sonst nur im Schlaraffenland. Ganz nach dem Geschmack kleiner und großer Mädchen und Jungs war das Angebot mit großen und kleinen Modelleisenbahnen, die sie selbst führen und fahren lassen durften. Mit echtem Dampf und typischen Geräuschen zogen die alten Loks ihre Kreise und begeisterten Lukas, Daniel und Karin. Wobei "klein und groß" eine sehr relative Altersangabe war – so mancher, dem biologischen Alter nach durchaus als "erwachsen" zu bezeichnende Mensch , spielte fröhlich mit. "Schade, einen Ehrendampflokführerschein kann man nicht machen", stellte Günter Richter fest. Die Lok der deutschen Bundesbahn mit der Nummer 52 8086 ist fahruntüchtig. Doch anstelle dessen konnte man sie besichtigen. "Nein, in einem solchen Abteil wollte ich nicht fünf Minuten reisen müssen", lachte Margit Hansen. Aber in dem verwitterten Waggon mit seinen krummen und schiefen Innenleben zu sitzen, das "macht viel Spaß". Zumal, weil Niko Bogdanovic einen Film einer Inspektionsfahrt zeigte, der die alte Bahnstrecke über Fischbauchbrücke, die just an diesem Tag nach fünf Jahren intensiver Arbeit wieder eröffnete Hardtbrücke, über von Unkraut überwucherte Schwellen, traumschöne Landschaft und malerische Ausblicke zeigte.

Für den Erhalt der Strecke

Denn bei all dem Vergnügen, das diese schöne Fest bereitete: Seit Jahren kämpfen Bergischer Ring und Wupperschiene in Zusammenarbeit darum, auf der Strecke durchgehend bis Beyenburg und weiter in Richtung Radevormwald fahren zu können. Und so berichtete Filmvorführer Bogdanovic, von ehemaligen Stellwerken, die fein renoviert werden, Signalkellen aus alten Zeiten und mit alter Kurbeltechnik betriebenen Schrankenbänken, die den Traum künftig eine Museumsbahn betreiben zu können, ein Stück näher rücken lassen. Und während Wanderfreudige einen Ausflug ins nahe Textilmuseum machten, hatte Benjamin Klein ordentlichzu tun, sein Flatterband so zu befestigen, dass sich die Leute anstellen konnten. Bei dem strahlenden Sonnenschein waren die Draisinenfahrten nämlich überaus beliebt. Entlang der Wupper durch Wald und Felder galt es zwar so manchen Meter zu machen. Und der Nachwuchs mit Eltern hatte es gut: Der ließ einfach die Altvorderen in die Pedale treten und genoss den schönen Tag.

VON VALESKA VON DOLEGA

24.09.2007 - WZ WUPPERTAL

Erfolgreicher Auftakt

AKTIONEN Im Bergischen Ring engagieren sich Bahnfans für den Erhalt von Strecken.

Bei schönstem Frühherbst-Wetter erlebten auf Einladung des Bergischen Rings und seiner Mitgliedsvereine Wupperschiene und Wülfing Museum mehr als 2000 Gäste ein buntes Programm am Bahnhof Radevormwald-Dahlhausen. Der Bergische Ring wurde als Projekt der Regionale 2002 gegründet. Der Verein hat zum Ziel, die Region im wahrsten Sinne des Wortes "erfahrbar" zu machen. Zu den Mitgliedern des Bergischen Rings gehören unter anderem die Verkehrshistorische Arbeitsgemeinschaft der WSW, die Bergischen Museumsbahnen (BMB), die Fördervereine für den Manuelskotten, für die Schwebebahn und die Wupperschiene.. (mel)

KONTAKT und Tourenprogramme: Bergischer Ring, Bahnhofstraße 5, 42651 Solingen

@ www.bergischer-ring.de, @ www.wuppertrail.de @ www.rhein-sieg-eisenbahn.de

02.08.2007 - Remscheider General- Anzeiger (rga)

Dahlhauser Viadukt bald fertig

Nur noch ein wenig Fugenmörtel, dann kann über das Viadukt in Dahlhausen wieder die Eisenbahn rollen. Zumindest theoretisch: "Die Brücke ist dann jedenfalls so gut in Schuss, dass ein Zug darüberfahren könnte", erklärt Ulrich Grotstollen vom Verein Wupperschiene.

Die Hardtbrücke noch eingerüstet

Die Hardtbrücke noch eingerüstet

Fast vier Jahre lang haben die Hobby-Eisenbahner an dem Viadukt gearbeitet, haben dabei rund 170 000 Euro (davon 50 Prozent Landesförderung) verbaut und viele Nerven gelassen.

So groß nämlich der Traum der Wupperschienen-Mitglieder ist, irgendwann einmal die alte Bahnstrecke zwischen Wupperdamm und Oberbarmen für historische Fahrten zu reaktivieren, so groß sind auch die Steine, die dem Verein dabei im Wege liegen.

Allein die Sanierung des Viaduktes dauerte nicht nur wesentlich länger als geplant, sie war auch deutlich aufwändiger: "Wir mussten die ganzen Schienen abbauen und den ganzen Schotter herausnehmen", blickt Grotstollen zurück: "Das war gar nicht geplant." Doch um das Bauwerk trocken zu legen, musste es komplett entkernt werden.

Und dann kamen die Behörden, um ein Wörtchen mitzusprechen. Zum Beispiel in Sachen Brückengeländer: "Das mussten wir leider neu anfertigen lassen - das alte war nach heutigem Standard zu niedrig."

Der Verein beugte sich auch dieser Vorschrift, schließlich steht am Ende der großen Sanierung eine "Brückenprüfung". Und wenn das Viadukt die besteht, dann dürfen künftig wieder Züge in luftiger Höhe die Hardtstraße überqueren.

Diesen Meilenstein auf dem Weg zur historischen Zugstrecke Rade - Oberbarmen will der Verein Wupperschiene gebührend feiern: Am 23. September findet die offizielle Einweihung des Bauwerkes statt. Gefeiert wird dann gemeinsam mit dem Wülfing-Museumsverein, eingeladen sind außerdem sämtliche Mitgliedsvereine des "Bergischen Rings".

Denn nicht nur die Wupperschienen-Mitglieder befassen sich mit alten Transportmitteln: Ob O-Bus-Verein in Solingen, Eisenbahnmuseum in Erkrath oder das Straßenbahndepot der "Bergischen Museumsbahnen" - unter dem Dach des "Bergischen Rings" haben sich die unterschiedlichsten Vereine zusammengetan.

Ihr Ziel: Das bergische Städtedreieck samt Umland mit historischen Verkehrsmitteln zu erschließen - und ihre Angebote miteinander zu vernetzen. Im Rahmen des Landesförderprojektes "Regionale 2006" bekam der Bergische Ring dazu einiges an Fördermitteln; darunter auch das Geld für die Sanierung des Dahlhausener Viaduktes.

Fans von Altertümchen rücken enger zusammen "Jetzt müssen wir aber beweisen, dass der Bergische Ring als Dach-Verein selbstständig handlungsfähig ist", erklärt Ulrich Grotstollen: "Erst dann gibt es weitere Fördergelder für unsere Projekte." Gemeinsame Feste sind ein Schritt auf diesem Weg. Auch am 23. September wollen die Mitglieder unter Beweis stellen, wie gut ihre Zusammenarbeit inzwischen funktioniert.

Organisiert wird die Party am Bahnhof Dahlhausen deshalb nicht allein vom Förderverein Wupperschiene, sondern gemeinsam mit dem Wülfing-Museumsverein. Das industriegeschichtliche Kleinod liegt direkt an der alten Eisenbahnstrecke - und zählt zu den Attraktionen am Rande der Strecke, die den "Bergischen Ring" als Route noch interessanter machen.

Neben den beiden Hauptorganisatoren sind noch weitere Verein mit im Boot. So steht das Programm für das gemeinsame Fest am 23. September zwar noch nicht komplett, "aber klar ist, dass es Shuttle-Verkehr mit historischen Bussen zum Bahnhof in Dahlhausen geben wird", so Grotstollen.

VON KERSTIN NEUSER

02.07.2007 - Remscheider General- Anzeiger (rga)

Auf den Schienen nach Wilhelmstal

Die Jüngeren können sich kaum noch vorstellen, dass einmal die Eisenbahn durch Rade fuhr. Jedoch gibt es noch heute den Dahlhausener Bahnhof mit zahlreichen Wagons und Schienen quer durch die Wupperorte.

Davon konnten sich am vergangenen Samstag rund zwanzig Jungen und Mädchen bei einem aufregenden Nachmittag überzeugen. Der "Bergische Bahnen Förderverein Wupperschiene e.V." hatte im Rahmen des Ferienspaßprogramms junge Eisenbahnliebhaber eingeladen, um ihnen auf spielerische Weise alles Wissenswerte rund um Radevormwald als historische Zugstrecke zu berichten. Dafür hatte der Verein einiges vorbereitet: "Wir machen mit den Kindern ein Quiz entlang der Eisenbahnstrecke Richtung Wilhelmstal", berichtete Ulrich Grothstollen, erster Vereinsvorsitzender. Die jungen Bahninteressierten konnten so auf eigene Faust alles Wichtige rund um die bald bereits hundert Jahre alten Züge und die Strecke in Erfahrung bringen. Neben zahlreichen interessanten Informationen kam der Spaß bei allem jedoch keinesfalls zu kurz. Während des Quiz rund um die Wupper machten die kleinen Entdecker Rast, um sich einer neuen spannenden Aufgabe zu widmen, die bereits auf sie wartete: Die Suche nach einem Schatz auf einer kleinen Halbinsel mitten in der heimischen Wupper. Mutig stellten sich die Jungen und Mädchen auch dieser Aufgabe und bewältigten sie erfolgreich. Die Ferienspaßaktion bereitete der Gruppe sichtlichen Spaß und weckte in ihnen eine große Faszination für die riesigen Zugmaschinen. Doch nicht nur in den Ferien zeigt sich bei den Kindern eine große Begeisterung: Das junge Vereinsmitglied Steven arbeitet jeden Samstag auf dem alten Bahnhof. "Ich mache dort all das, was gerade so anfällt", so der 13-Jährige: "Das kann zum Beispiel Rasen mähen oder Wagons aufräumen sein." Aber nicht nur die Jungenwelt ist von den nostalgischen Verkehrsmitteln angetan: Zahlreiche Mädchen tummelten sich am vergangenen Wochenende ebenso erfreut auf dem Bahnhofsgelände herum. Bei Steven geht diese Begeisterung sogar so weit, dass er sich vorstellen kann, sein Hobby später zum Beruf zu machen: "Wer weiß, vielleicht werde ich später Lokführer." Eventuell kann der junge Lokliebhaber das dann sogar in Rade tun, denn ein Traum des Vereins, der 1989 ins Leben gerufen wurde, ist es, dass irgendwann einmal in unserer Heimatstadt wieder die Züge davonbrausen können. "Doch unser Hauptziel ist erst mal, das Gelände als einen historischen Museumsbahnhof zu erhalten", betont Grothstollen. Der rund 80-köpfige Verein hat sich zusätzlich für die nahe Zukunft noch etwas ganz anderes vorgenommen: "Wir wollen die alten Schienen zu einer Strecke für den Fahrraddraisinenverkehr umfunktionieren", erzählte der Vorsitzende. Der Weg der Bollerwagen soll dabei über Beyenburg und Wilhelmstal führen und die Menschen so an der alten Industriearchitektur in der Umgebung teilhaben lassen. Die Wagons des alten Bahnhofs sind jedoch schon heute vielseitig im Einsatz - wie zum Beispiel beim Freizeitprojekt oder dem Solarprojekt, das von Stadtjugendpfleger Jochen Kersting geleitet wird.

VON LAURA TREUDE

01.05.2007 - Bergische Morgenpost

Zug um Zug in die Zukunft

Der Verein Wupperschiene lässt zurzeit von einem Notar den Vorvertrag für die Bahntrasse von Wilhelmstal nach Beyenburg aufsetzen. Ziel ist es, die Strecke in zwei Jahren wieder in Betrieb zu nehmen.

 

"Wir kaufen derzeit den Streckenabschnitt zwischen Beyenburg und Wuppertal", erklärt Gert Grabowski, der stellvertretende Vorsitzende des Vereins Wupperschiene. Ein notarieller Vorvertrag ist in Arbeit. Nachdem das Ziel Schienenverkehr zur "Regionale 2006" nicht funktioniert hatte, hoffen die Vereinsmitglieder, dass es ab 2009 rollen könnte. "Erst wenn wir Besitzer sind, können wir auch Streckenreparaturen vornehmen", sagt Grabowski. Vor einer Woche hatte ganz Radevormwald mit dem Abfall aufgeräumt, jetzt fegte der Verein Wupperschiene – quasi vor der eigenen Haustüre. In zwei Gruppen marschierten Mitglieder über die Gleise und sammelten vom Silvesterböller bis zur Eisenstange allerlei Unrat: Damit auf dem Streckenabschnitt zwischen Rade und Wuppertal irgendwann wieder Züge rollen können. Bis es soweit ist, ist der Verein aber auch sonst nicht untätig.

 

Hardtbrücke wird repariert

"Zurzeit arbeiten wir an der Hardtbrücke, die vor zweieinhalb Jahren auseinander genommen worden ist", erläutert Grabowski. Im November wurden die fehlenden Gleise wieder eingebaut, vor kurzem das Schotterbett aufgefüllt. Mit Denkmalschutzgeldern wurden zudem zwei Stützen im Bereich Bahnhof Dahlhausen und Obergrünenthaler Straße repariert. Gelder beantragt hat der Verein auch für die Sanierung der Eisenbahnbrücken, die über die Wupper führen. "Die ersten 65 000 Euro sind da", sagt Grabowski. Saniert werden müssen die Brücken Wilhelmstal 1 und 2 sowie Vogelsmühle. Unterstützung für das gesamte Projekt hat auch die NRW-Stiftung für Denkmalschutz signalisiert. Trennen will sich der Verein von einer alten Dampflok. "Die ist ohnehin hier nie gefahren", sagt Grabowski. Ein Verein aus Berlin hat Interesse angemeldet. "Das Problem ist der Transport", erläutert er. Die Schäden vom Erdrutsch bei der Tapetenfabrik Erfurt sind noch nicht beseitigt. Die alte Lok müsste folglich als Schwertransport in die Bundeshauptstadt verfrachtet werden. Loklos ist der Verein dann aber noch nicht. "Wir haben noch Loks, die allerdings nicht für den Personenverkehr zugelassen sind, sowie ein Baufahrzeug mit Anhänger", erklärt Grabowski. Auch daran muss noch gearbeitet werden, wenn das ehrgeizige Ziel Schienenverkehr zwischen Wilhelmstal und Wuppertal eines Tages zur Wirklichkeit werden soll.

 

Neue Mitglieder gesucht

"Wir wollen 2009 fahren", sagt Grabowski und hofft auch auf personelle Unterstützung des Vereins. Derzeit rund 80 Mitglieder stark, sind weitere Aktive willkommen. Im Idealfall sollten Neumitglieder neben der Bahnbegeisterung auch technisches Verständnis oder handwerkliche Fähigkeiten mitbringen oder sogar aus dem Bahnbereich kommen.

 

INFO: Den Verein besuchen

Der Verein Wupperschiene trifft sich jeden ersten Mittwoch im Monat ab 18 Uhr im Vereinsheim Bahnhof Dahlhausen, 18 Uhr. Interessenten können auch zu den Arbeitstreffen kommen, die samstags ab 10 Uhr am Bahnhof Dahlhausen ihren Ausgangspunkt haben.

Informationen im Internet unter: www.BBFW.de

 

VON ANTJE DAHLHAUS

23.04.2007 - Remscheider General- Anzeiger (rga)

Wupperschiene soll sauber werden

Nach der Müll-Aktion "Rade räumt auf" sollen auch die Gleisanlagen zwischen Dahlerau und Wupperdamm gereinigt werden. Der Förderverein Wupperschiene lädt dazu am kommenden Samstag, 28. April, ein. Treffpunkt ist um 10 Uhr entweder am Bahnsteig Wilhelmstal oder an der Eisenbahnbrücke Grunewald. Beide Gruppen wollen sich dann in der Mitte treffen. Eine Anmeldung ist nicht nötig, wer mag kommt einfach zum Treffpunkt. (neu)

24.10.2006 - Bergische Morgenpost

In Dahlhausen wurde Dampf abgelassen

"Jetzt wird Dampf abgelassen, damit der Kessel nicht explodiert. Seht ihr, nun fährt die Lok weiter." 30 Augenpaare schauen gespannt auf die Leinwand, auf der ein Film über die Dampflok läuft, während Diakon Herbert Moeselaken den Kindern und Eltern erklärt, wie solch eine Maschine funktioniert. Diakon Moeselaken und die Pfarrjugend von St. Josef hatten Kinder aus den Wupperorten zum Dampfmaschinen-Seminar ins katholische Pfarrheim Vogelsmühle eingeladen, um ihnen dort die Technik der Lokomotive näher zu bringen und danach eine richtige Dampflok zu besteigen. Zunächst vermittelte er den Jungen und Mädchen etwas Grundwissen und zeigte anhand von Experimenten die verschiedenen Aggregatzustände von Wasser. Flötenkessel, Kochplatte – alles hatte der gelernte Diplom-Ingenieur aufgebaut. Mit Hilfe eines Modells erklärte er, wie Dampf geleitet wird und präsentierte den realen Ablauf solch einer Maschine. "Ich wollte den Kindern die Vorgänge nicht nur theoretisch erklären. Es ist interessanter, wenn sie selbst sehen wie so eine Dampflok funktioniert", sagte Moeslaken. Er selbst hatte vor kurzer Zeit in einem Museum vor einer Eisenbahn gestanden und war enttäuscht gewesen, als ihm nur per Knopfdruck ein Elektromotor vorgeführt worden war. Deshalb wollte er nun selbst zum ersten Mal jungen Technik-Fans die Dampflok näher bringen – und diese auch mit Experimenten und Modellen vorführen. Assistiert wurde dem Diakon von den Gruppenleitern der Pfarrjugend und Schüler Alexander Löhmer. Der hatte für den Nachmittag aus seiner Schule ein Dampflokmodell besorgt. Später wurde der Dahlhausener Bahnhof erkundet. Die Kinder hatten die Möglichkeit, sich die alte Dampflok von innen anzuschauen, während ein ehemaliger Lokführer seine Arbeit vorstellte. Für ihre Teilnahme am "Dampfmaschinen-Seminar" erhielten alle Kinder ein Zertifikat – als Erinnerung an einen lehrreichen und spannenden Nachmittag. "Es war sehr interessant", sagte Adrian Tepel. Der Zwölfjährige besucht sonst auch die Gruppenstunden der Pfarrjugend. "Heute hat mir besonders das Experiment mit dem Flötenkessel gefallen." Weitere Aktion in Planung: Die Pfarrjugend der katholischen Gemeinde St. Josef hat noch eine weitere Aktion geplant. Am Samstag, 4. November, sind alle Kinder zum Spielenachmittag um 13 Uhr in die Grundschul-Turnhalle auf der Brede eingeladen. Zudem finden jede Woche für Kinder von sieben bis 13 Jahren Gruppenstunden im Pfarrheim Vogelsmühle statt. Zwei Gruppen treffen sich donnerstags oder freitags jeweils von 17:30 bis 19 Uhr

 

VON JOHANNA KRAUSE

21.10.2006 - Remscheider General- Anzeiger (rga)

Zurück auf die Schiene

Der Verein "Wupperschiene" will die Bahnstrecke Rade – Oberbarmen restaurieren. Heute könnte das Viadukt fertig werden. Allerdings muss sich der Verein nicht nur mit Bauschwierigkeiten herumplagen: Anwohner am Bahnhof Dahlhausen beschwerten sich über Lärm.

 

Manch einer kann sich noch an die Zeiten erinnern, als Radevormwald einen Bahnhof besaß und Züge die Bergstadt mit der großen weiten Welt verbanden. In der Bergstadt selbst ist von der Bahnidylle nicht viel übriggeblieben. Doch in Dahlhausen und in Dahlerau, in Wilhelmsthal und Beyenburg findet man noch die alten Bahnhöfe und Trassen. Dass diese nicht auch in Vergessenheit geraten, dafür sorgt seit einigen Jahren der "Förderverein Wupperschiene e. V.". Die Eisenbahnfreunde kümmern sich um die Pflege und Unterhaltung der Gleise und Brücken. Einer von ihnen ist Jochen Kersting. "Unser Ziel ist es, dass in absehbarer Zukunft ein Museumszug von Wilhelsthal bis nach Wuppertal fahren kann – ganz so wie in alten Zeiten", erklärt er. Gerade in diesem Jahr sind er und seine Mitstreiter diesem Traum ein ganzes Stück näher gekommen. "Eine Menge Arbeit liegt hinter uns, aber die hat sich gelohnt." So mussten nach dem harten Winter sechzig von der Schneelast gebrochene Bäume vom Streckennetz weggeräumt und entsorgt werden. Und die Stützmauern in Grunewald und in Dahlhausen wurden freigelegt. "Denn die Bauwerke haben Wasser durchgelassen und waren einsturzgefährdet. Beide wurden daher vom Fachmann restauriert. In Grunewald sind die Arbeiten bereits abgeschlossen. In Dahlhausen ist man derzeit noch dran." Gleichzeitig kümmerte sich der Verein um das alte Stellwerkhäuschen, dass sich am hinteren Gleis des Dahlhausener Bahnhofes befindet. "Mit Unterstützung der Ökumenischen Initiative wird momentan noch der Putz erneuert und es wird abgedichtet. Die Rückwand wurde ersetzt." Auch ein langjähriges Großprojekt der "Wupperschiene" kommt dieses Jahr zum Ende. Mit der finanziellen Unterstützung, die aus dem Säckel des Denkmalschutzes flossen, wird das Viadukt über die Hardtstraße am 21. Oktober endlich fertiggestellt. "Die Brücke musste von Grund auf saniert werden. Die Gleise wurden abmontiert, das Schotterbett abgetragen, die Deckschicht kam runter. Dann wurde neu verdichtet, denn es tropfte durch das Bauwerk durch." Bis auf acht Meter Gleise "Lückenschluss" die Ende Oktober folgen liegt die Strecke wieder fest in ihrem Bett. Und die Strecke zwischen Wilhelmsthal und Beyenburg ist wieder befahrbar. Theoretisch – denn dem Verein fehlt für dieses Vorhaben ein sogenannter Schienenbus. Im Bahnhof an der Hardtstraße befinden sich zwar Loks und Waggons, doch "die sind Arbeitsmaschinen und Liebhaberstücke", sagt Jochen Kersting. Für das Schienengefährt fehle derzeit noch das Geld. "Die Sanierungen und die Pflege verschlingen schon Unsummen." Außerdem solle die Fahrt ja nicht in Beyenburg enden. "Wenn schon, dann wollen wir bis Wuppertal durchfahren." Doch diesem Vorhaben stellen sich noch einige Haken in den Weg. Zum einen muss die Brücke in Beyenburg auch noch restauriert werden. Zum anderen gehört der Streckenabschnitt zwischen Beyenburg noch der Deutschen Bundesbahn, die derzeit wenig für die Erhaltung der Gleise tut. Aber: "Es laufen bereits Gespräche zwischen dem Verantwortlichen der Bahn, dem Eisenbahnverein Bergischer Ring und uns. Daher sind wir optimistisch, dass ein Museumszug nicht mehr lange auf sich warten lässt. Und wenn die Zeit kommt, wird sich auch ein Schienenbus finden..."

Um Geld für die Vereinskasse zu bekommen, hat die "Wupperschiene" kürzlich an der Einfahrt der Ladestraße in Dahlhausen eine Werbetafel aufgestellt. Dort sind noch Plätze für Unternehmer und Firmen frei. Wer durch seine Werbung den die Eisenbahnnostalgie durchs Bergische Land sponsern möchte, der kann sich melden. Weitere Informationen über den Verein "Wupperschiene e.V." unter 02191 / 696 33 96 oder 0202 / 62 61 82.

 

VON CLAUDIA RADZWILL

07.12.2005 - Wuppertaler Rundschau

Mit der Draisine auf der Wuppertalbahn "Wuppertrail" probt für die Regionale 2006

Die Idee spukte Rainer Ötting, dem Leiter der Barmer Jugendherberge, schon lange durch den Kopf. Aber bekanntermaßen brauchen Ideen eine gewisse Reifezeit. Das Ziel war beim Anblick der still liegenden Bergisch - Märkischen Eisenbahnstrecke zwischen Beyenburg und Wilhelmstal an der Wuppertalsperre schnell formuliert. Familie, Vereine, Schulklassen und "Pufferküsser" - wie sich Fans der Eisenbahn auszudrücken pflegen - sollen bei einer Draisinenfahrt von der einzigartigen Landschaft begeistert werden und jede Menge Spaß haben. Rainer Ötting : "Das Einzugsgebiet Bergisches Land ist größer und dichter bevölkert als bei jeder herkömmlichen Draisinenstrecke." Bevor im kommenden Jahr der Streckenabschnitt der Bergischen Bahnen regelmäßig mit Fahrraddraisinen befahren werden kann gibt es bereits heute eine Premiere. Der Verein "Wuppertrail" startet um 14.30 Uhr am östlichen Ende des Beyenburger Stausees schräg gegenüber von der Firma Hindrichs-Auffermann zu ersten Testfahrten Richtung Dahlerau und Dahlhausen. Fünf Fahrraddraisinen stehen zur Verfügung, von denen sich eine bald in Vereinsbesitz befinden sol . "Natürlich sind wir vom Wetter abhängig, denn die Schienen müssen frei und eisfrei sein," erläutert der Initiator. Auch unabhängig von der "Regionale 2006" ist damit durchaus touristisches Leben in Sicht. Zumal die Museumseisenbahn wegen rechtlicher und technischer Probleme noch nicht durch das obere Wuppertal rollt. "Wir bieten ein buntes Programm aus Erlebnispädagogik, Sport und Naturerlebnis", klingt Rainer Ötting begeistert und denkt außerdem an Gruppen, kleine Gastronomie und industriekulturelle Erlebnisse.

Unser Kommentar:

Vielen Dank an Clemens Beckers der diesen Text geschickt hat. jos.

17.03.2005 - WZ Wuppertal

Hoffnung auf Lückenschluss
Der Bergische Ring möchte die Gleisstrecke bei Erfurt von der Bahn kaufen-jetzt gibt es ein Angebot.

Alte Gleise, dichtes Unterholz, meterweise Böschung: Es gibt attraktivere Grundstücke in Wuppertal. Zumal das zu verkaufende Gelände 6,5 km lang, dafür aber nur wenige Meter breit ist. Kein Platz für Häuslebauer also - wohl aber für Bahnfans: Die engagierten Mitglieder des im Bergischen Ring aktiven Fördervereins Wupperschiene würden den Gleisweg zwischen dem Abzweig Rauenthal und Beyenburg sehr gerne erwerben, um mit den beliebten historischen Schienenbussen ohne Unterbrechung die einstige Bahnverbindung von Wuppertal in Richtung Radevormwald befahren zu können. Das war bislang nicht möglich, denn seit mehr als drei Jahren ist die Strecke unterbrochen: In Höhe der Firma Erfurt wurde durch einen Erdrutsch die am Hang liegende Trasse nach Regen unterspült und damit unbefahrbar. Die Reparatur ist schwierig. Erst wartete man beim Bergischen Ring viele Monate auf die Genehmigung durch das Eisenbahnbundesamt, dann verhinderten bürokratische Hürden Fortschritte. Der Bergische Ring setzte sich schließlich mit der Bahn in Verbindung, mit dem Ziel , die Strecke zu kaufen. Bislang blieben die Verhandlungen ohne Erfolg, denn sowohl die angekündigte Pacht von rund 100000 Euro als auch den Kaufpreis von mehr als 1,5 Millionen Euro hätten die Bahnfreunde nicht aufbringen können - obwohl der Verein Unterstützung aus Regionale-Mitteln bekommen wird. Doch der Bergische Ring mit seinem Vorsitzenden Hans Joachim de Bruyn-Ouboter und die Mitglieder der Wupperschiene ließen nicht locker, gewannen Förderer, unter anderem in den örtlichen Bezirksvertretungen. Jetzt erhielt der Verein ein neues Kaufangebot von der Bahn, und diesmal ist es für die Mitglieder attraktiver : "Rund 500000 Euro", so de Bruyn-Ouboter, soll das Streckenstück kosten. "Wir hoffen , schon in absehbarer Zeit mit der Bahn überein kommen zu können." Nach den Osterferien soll ein Gutachten erstellt werden. Dem großen Ziel, durchgehend bis Beyenburg und weiter Richtung Radevormwald fahren zu können, wird der Bergische Ring mit dem Streckenerwerb möglicherweise ein Stück näher kommen. Die diesjährigen Schienenfahrten - bis zur Baustelle - steigen unabhängig von einer Einigung. Start ist am Sonntag, 10.April.

Unser Kommentar:

Vielen Dank an Clemens Beckers der diesen Text geschickt hat. jos.

02.03.2005 - Wuppertaler Rundschau

Passiert jetzt was?
Bahn spricht von "möglichst schneller Lösung" in Sachen der historischen Strecke

(kgc).Der bergische Ring ist bisher der einzige funktionierende Mosaikstein der Regionale 2006 und fährt seit über zwei Jahren auf der Überholspur. Oldtimer, O- und Schienenbusse bringen Interessierte zu Museen im Städtedreieck und ins Tal der Wupper nach Dahlerau. Ergänzender Baustein sollte längst eine Eisenbahnfahrt auf der stillgelegten Strecke von Rauenthal über Beyenburg bis Wilhelmstal sein. Bisher aber müssen die Schienenbusse vom Typ Samba an der Papierfabrik umkehren, weil ein Erdrutsch eine Weiterfahrt unmöglich macht. Doch wie bei der Sperrung der Fußgängerbrücke Freiheitsstrasse über die stillgelegten Gleise am ehemaligen Bahnhof Wichlinghausen, spielt die Deutsche Bahn AG eine unrühmliche Rolle. Wenn aus privaten Quellen angeblich ausreichendes Geld für Instandsetzugen bereit gestellt wird, werden weiter Forderungen nach dem Kauf der Strecke gestellt. Von einem Betrag von 1,2 Millionen Euro war die Rede, die der Verein nie aufbringen könnte, aber darunter leidet, dass die seinerzeit für eine Mark erworbene Strecke von Beyenburg zur Wuppersperre ohne Anschluß an das DB-Netz auskommen muss. So warten die Mitglieder des Vereins Förderverein Wupperschiene viele Monate auf die Bahn-Genehmigung zur Instandsetzung. Kürzlich hatte sich der Bundestagsabgeordnete Peter Hintze ( CDU) eingeschaltet und an Bahnchef Mehdorn geschrieben. Aus der DB-Zentrale kam die Zusage, dass möglichst schnell eine Lösung gefunden werden soll. Es könnte sich um einen Pachtvertrag handeln.

04.08.2004 - Wuppertaler Rundschau

Hangrutsch - und kein Ende
Ehrenamtliche Arbeit wird von Behörden gebremst und torpediert

(kgc).Der "Bergische Ring" ist das erste, schon im dritten Jahr funktionierende Projekt der "Regionale 2006". Alle zwei Wochen sind Oldtimerbusse zu verschiedenen " Extratouren" im Bergischen Land unterwegs, ob von Oberbarmen in die Kohlfurth, ins Neandertal oder zur Textilstadt Wülfing nach Dahlerau. Und am letzten Sonntag im Monat fährt der historische " Samba"-Schienenbus die bergische Runde und macht einen Abstecher auf die Bergisch-Märkische Strecke. Doch bis zum touristischen Höhepunkt Beyenburg rollen die roten Brummer nicht. Ein Erdrutsch verhindert die Weiterfahrt. Seit drei Jahren müssen die Fahrgäste an der Papierfabrik Erfurth umkehren und sich vertrösten lassen. Der Erdrutsch ist für den "Förderverein Wupperschiene" ein großes Problem, weil seine Strecke von Beyenburg nach Wilhelmstal vom Bahnnetz abgekoppelt ist, Einnahmen verhindert und baulich ein großer Brocken ist. Doch für die Deutsche Bahn AG, der die Strecke vom Rauental bis Beyenburg gehört, ist er scheinbar eine Kleinigkeit. Obwohl der Verein Baugeld aus dem Regionale-Topf und vom Land bekommt und Bitten an die benachbarten Bezirksvertretungen nicht erfolglos waren, stockt die Instandsetzung, denn Behörden bauen eine Hürde nach der anderen auf. Sogar das Eisenbahnbundesamt musste Strecke und Hangrutsch begutachten. Als in diesem Februar die Baugenehmigung erteilt war, forderte das Land eine Zusage von der Bahn wegen des Streckenerhaltes. Nach Auskunft von Ulrich Grotstollen, dem zweiten Vorsitzenden des " Fördervereins Wupperschiene", soll endlich in diesem Monat ein runder Tisch mit Bahn, Land, Regionale und Verein das Problem lösen helfen. Bis zur Instandsetzung ist die Fahrsaison 2004 allerdings vorbei und Wuppertal hat eine Chance verpasst, Beyenburg und das obere Wuppertal für Gäste zu erschließen. Trotz aller seit 15 Jahren andauernden Hemmnisse haben sich die "Bergischen Bahnen" nicht entmutigen lassen, pflegen ihre Fahrzeuge in Dahlhausen, das der Bahn AG gehörende Streckenstück zwischen Rauental und Beyenburg, sanieren in Dahlhausen die Hardtbrücke und leisten Ihren praktischen Anteil an der Hangreparatur. Gerne übrigens würde der Verein die von der Bahn stillgelegte Trasse kaufen. Doch dazu fehlt das Geld. .

Wolfgang Scholl

Unser Kommentar:

Vielen Dank an Clemens Beckers der diesen Text geschickt hat. jos.

09.08.2002 - Bergische Morgenpost/Rader Teil

Wuppertaler wollen Radevormwald helfen

Reaktivierung der Strecke Wuppertal-Oberbarmen bis Wilhelmstal

Seit vielen Jahren wird von verschiedenen Vereinen die Reaktivierung der alten Eisenbahnstrecke von Wuppertal-Rauental bis Wilhlmstal betrieben.

Der Förderverein Wupperschiene hat in dn vergangenen Jahren mit großem Aufwand an der Strecke gearbeitet und Brücken und Streckenabschnitte wieder in Ordnung gebracht. Eine Betriebserlaubnis für die Strecke gab es bisher aber noch nicht. Sie soll und muß spätestens bis zur Darstellung der Regionale 2006 eben im Jahre 2006 erreicht sein.

Hans Joachem de Bruyn-Ouboter vom Verein Bergischer Ring, dem 11 Vereine angeschlossen sind, fordert, daß die Strecke auf keinen Fall zur Inselbahn verkommt.Man stehe von Wuppertal aus derzeit in Erfolg versprechnden Gesprächen mit Vertretern der DB AG. Sie ist noch Betreiber der Strecke, weil sie bis 2005 noch als öffentliche Güterstrecke gilt.

"Unser Ziel ist es, vom Abzweig Rauental bis Beyenburg und dann von dort weiter bis Radevormwald zu fahren. Wuppertal hat ein großes Interesse an der Einbindung von Radevormwald in den industriehistorischen Bereich unserer Region",sagt Hans Joachim de Bruyn-Ouboter.Handikap ist derzeit ein Hangrutsch hinter dem Beyenburger Tunnel bei Erfurt. Der Hang muß mit Grauwacke-Steinen abgesichert werden, um den Charakter der Strecke zu erhalten. Deshalb kann die Strecke derzeit auch nur bis zum Tunnel benutzt werden. "Wir hoffen, daß wir die Strecke noch bis Ende Herbst frei bekommen, weil wir die Mittel inzwischen haben. Der Kostenvoranschlag betrug noch in DM 50750. Auch die Bezirksvertretungen aus Heckinghausen und Langerfeld beteiligen sich an dem Projekt", so Hans Joachem B. Wenn das angesprochene und vom Wupperverband empfohlenen Unternehmen das Okay gibt, kann der Rutsch binnen weniger Wochen beseitigt werden.

Dann sollen im Jahr 2003 regelmäßige Fahrten bis Wuppertal-Beyenburg stattfinden. Geprüft wird, inwieweit einzelne Fahrten auch schon im kommenden Jahr nach Dahlhausen oder Wilhelmstal möglich sein könnten. Dabei soll dann auch die mit großem Aufwand restaurierte Fischbauchbrücke über den Stausee gezeigt werden. Die Touren könnten über den Bergischen Ring organiesiert werden, da der Verein "Wupperschiene" nicht über entsprechende Fahrzeuge verfügt.

Der Bahnhof Wuppertal-Oberbarmen ist der Startpunkt für den Bergischen Ring, um mit dem Schienenbus seine Touren "zwölf Mal über die Wupper" anzubieten. Sie finden jeweils am vierten Sonntag im Monat statt

Wolfgang Scholl

Unser Kommentar:

Nach wie vor war es ausschließlich der Verein Wupperschiene der den Erhalt der Strecke sicherte. Der Bergische Ring wurde dieses Jahr gegründet um Mittel der Regionale 2006 einbinden zu können.

Die DB AG ist nur im Besitz des Teilstückes bis Beyenburg, danach ist die Strecke im Vereinsbesitz.

Die Gelder für die Beseitigung des Hangrutsches sind bisher keineswegs gesichert!

Im Übrigen sei angemerkt, daß die Recherche zu diesem Artikel komplett OHNE unseren Verein stattgefunden hat, schon erstaunlich.

05.07.2002 - WZ Wuppertal

Gleisreparatur noch in diesem Jahr

MIT UNTERSTÜTZUNG DER STADTTEILPOLITIKER WILL DER VEREIN WUPPERSCHIENE DAS BAHNSTÜCK VOR BEYENBURG REPARIEREN.

Hinter meterhohen weißen Papierbergen auf dem Erfurter Firmengelände beginnt die Idylle: Grüne Waldlandschaft, dichtes Unterholz. Nur leises Plätschern unterbricht die Stille, als eine Entenfamilie ans Wupperufer paddelt.

Traumschön, das Ganze,und obendrein noch auf einer Zugfahrt zu erleben - wenn die Gleisverbindung nicht unterbrochen wäre. Hinter dem Firmengelände an der Hugo-Erfurt-Strasse verläuft die einstige Bahnverbindung von Wuppertal in Richtung Remscheid und weiter ins sauerländische Lüdenscheid. Eine reguläre Zugverbindung gibt es zwar schon lange nicht mehr, doch ein Teil der Strecke wird vom Verein Wupperschiene befahren.

Das schöne Stück zwischen Oberbarmen und Beyenburg ist allerdings unpassierbar: Direkt hinter dem Firmengrundstück ist die Verbindung unterbrochen. Ein Erdrutsch hat die am Hang liegende Trasse unterspült und damit unbefahrbar gemacht. Direkt neben den Schienen geht es steil hinab zum Wupperufer. Nur ein paar Meter lang ist die vom Regen unterspülte Strecke - aber trotzdem nicht einfach zu reparieren. Auf rund 25000 Euro werden die Kosten geschätzt. "Der ganze Uferhang muß vom Wupperbett her aufgebaut werden", erläuterten gestern bei der Ortsbesichtigung die anwesenden Lokalpolitiker aus den Bezirksvertretungen ( BV ) Langerfeld - Beyenburg, Heckinghausen und Oberbarmen.

Die BV-Mitglieder haben sich entschlossen, den Verein Wupperschiene bei der Reparatur der Gleise mit BV-eigenen Geldern zu unterstützen. Aus Langerfeld-Beyenburg und Heckinghausen sollen je 5000 Euro kommen, die Oberbarmer werden über den genauen Betrag noch entscheiden. Ein weiterer Teil der Kosten könnte durch Mittel aus dem Projekt "Regionale 2006" gedeckt werden.

Wenn die Gelder zügig fließen und alles nach Plan verläuft, sollen die Arbeiten mit schwerem Gerät noch vor Einbruch des Winters erledigt sein. Und dann kann es sie möglicherweise schon bald geben - die idyllische ausflugsfahrt mi der Bahn: Von Oberbarmen bis nach Beyenburg.

Claudia Kasemann

05.07.2002 - WZ Wuppertal

Bald dampft wieder die Eisenbahn

FÖRDERVEREIN WUPPERSCHIENE REAKTIVIERT STRECKE OBERBARMEN - WILHELSTAL IM RAHMEN DER REGIONALE 2006

Sie haben ein ganz klares Ziel vor Augen: Spätestens im Jahre 2006 sollen wieder sporadisch Eisenbahnen zwischen Oberbarmen, Beyenburg, Dahlhausen und Wilhelmstal fahren. Rund 15 Kilometer müssen die Eisenbahn - Freunde vom Förderverein Wupperschiene dafür in Schuss bringen - zum Teil selbst, zum Teil bekommen sie Geld , um Firmen zu beauftragen. Denn der Verein Bergische Bahnen / Förderverein wupperschiene, wie er genau heißt, beteiligt sich an der Regionale 2006 ( siehe "Stichwort"). Gemeinsam mit anderen Vereinen und Institutionen entwickelt er den "Bergischen Ring". Ziel ist es , Besuchsziele wie Museen und Altstädte auf historischen Verkehrsrouten zu erschließen.

"Wir spielen hier nicht einfach nur Eisenbahn. Wir versuchen gemeinsam, hier eine tolle Aktion für die einzelnen Städte flott zu machen", erklärt Wupperschienen-Mitglied Gert Grabowsky: "Das ist ein bunderweit einmaliges Riesenobjekt." Ob es das Wülfing-Museum ist, oder die Altstadt Beyenburgs - Touristen und Ausflügler sollen diese Attraktionen bald per Bahn errechen können. "Dafür muss die Strecke aber erst einmal wieder zugelassen werden."

Dem Verein Wupperschiene gehört die Strecke zwischen Barmen/Übergang Beyenburg und Wilhelmstal - Prellbock. "Die ist stillgelegt, derzeit dürfte da keine Bahn verkehren." Um das zu ändern müssen Schienenstränge ausgewechselt, Schwellen erneuert und das Schotterbett aufgeschüttet werden. Eine teure Angelegenheit. "Das Geld dazu kommt aus Fördertöpfen; allerdings müssen wir einen großen Teil an Eigenleistung beisteuern", so Grabowsky. Er und die restlichen Aktiven des 89 Mitglieder starken Vereins befreien die Strecke von Ästen, schneiden Grünzeug zurück. "Es gibt aber Arbeiten, die wir nicht leisten können. Dafür sind wir ein zu kleiner Verein." Durch die Zuwendungen des Landes können indes Fremdfirmen beauftragt werden. "Noch in diesem Jahr wollen wir zum Beispiel einen Hangrutsch bei Beyenburg beseitigen."

Innerhalb der nächsten 2 bis 3 Jahren wollen die Wupperschiene-Mitglieder die Strecke wiederbeleben. Dazu gehören auch die Haltepunkte am Rande der strecke. Sie sollen die Fahrgäste an interessante Ausflugsziele des "Bergischen Rings" bringen. In Radevormwald sind das: das Wülfing-Areal, der Eisenbahn-Park in Dahlhausen und die Wuppersperre in Wilhelmstal. "Alle diese Haltepunkte müssen wir aufarbeiten und zum Teil kommplett sanieren", erklärt Grabowsky.

Angefangen haben die Eisenbahner längst mit all diesen Aktionen. "Wir haben viele Baustellen an Streckenabschnitten, die im Grünen liegen - und von denen man nichts sieht", erklärt Jörg Schmidt vom Vorstand. Erster Publikumswirksamer Schritt sei es, jetzt zunächst den Bahnhof Dahlhausen in Schuss zu bringen. "Damit die Leute auch sehen, dass wir etwas tun - und vieleicht zum Mitmachen animiert werden", hofft Schmidt. Denn spätestens wenn tatsächlich wieder Bahnen auf dem Bergischen Ring verkehren,ist er sich sicher, "werden die Bürger begeistert sein"

 

STICHWORT: REGIONALE

Mit der Regionale 2006 soll das Städtedreieck entwickelt werden. Träger sind die Städte Wuppertal, Remscheid und Solingen. Diese Kommunen erarbeiten gemeinsam regionale Projekte, die vom Land gefördert werden. Industrie-Geschichte und Verkehr sind zwei Ecksäulen, für die die Bergischen ihre Aktionen entwickeln. Durch das Touristik-Projekt "Bergischer Ring" wird auch Radevormwald mit eingebunden und kann Fördermittel bekommen. Geplant ist, dass Wülfing-Gelände zu entwickeln und in den "Bergischen Ring" einzubinden. Verkehrstechnische Voraussetzung dafür schafft der Förderverein Wupperschiene, für das Wülfing-Areal als "Attracktion am Wegesrand" ist die Stadt verantwortlich.

Kerstin Neuser.

25.06.2002 - Remscheider General- Anzeiger (rga)

Damit die Jugend das richtige Gleis findet

15 Schüler krempeln am Bahnhof Dahlhausen die Ärmel hoch, um einen alten Wagen zu restaurieren. Er soll bald als Jugendtreff dienen.

Tanja (15) und Marina (16) hatten vor einigen Monaten die Qual der Wahl. Die Mädchen der neunten Klasse konnten sich in der Geschwister-Scholl-Hauptschule zwischen ganz unterschiedlichen Projekten entscheiden. Kochen - das fanden sie persönlich "ein bisschen langweilig". Und auch die Videogruppe hatte es ihnen nicht wirklich angetan. Stattdessen bringen die beiden nun Frauenpower in eine Schulaktion, die sie jeweils montags zum Dahlhauser Bahnhof führt. Tanja und Marina machen dabei mit, einen über 100 Jahre alten Eisenbahnwagon auf Vordermann zu bringen.

Es ist eine Gemeinschaftsaktion, die von den städtischen Jugendpflegern, der Hauptschule und dem Förderverein Wupperschiene organisiert wird. Die Wupperschiene versucht seit 12 Jahren die alte Strecke zwischen Beyenburg und Wilhelmstal wiederzubeleben - und kann dabei natürlich jede helfende Hand gebrauchen. "Und so kamen wir auf die zu dieser Zusammenarbeit", berichtet Jochen Kersting, der bereis mit Hauptschülern eine alte Dampflok entrostet hat. Nun ist der Waggon an der Reihe, der "Donnerbüchse" getauft wurde. "Wir haben das Innere schon komplett ausgeräumt. Das ganze Holz - das war alles kaputt". berichten Tanja und Marina, die mit 13 Mitschülern auf dem Bahnhof aktiv sind. Mit dabei ist stets ihr Lehrer Norbert Schmitz. Er hat festgestellt, daß dieses "außerschulisches Angebot" auf eine positive Resonanz bei den Jugendlichen stößt: "Hauptsache nach draußen - an die frische Luft. Das ist für sie ganz wichtig."

Bei den Projekten sollen die jungen Handwerker ganz unterschiedliches Rüstzeug für das spätere Berufsleben erhalten. Mannschaftsgeist, gegenseitige Rücksichtnahme und auch Eigeninitiative sollen ihnen durch die Arbeit am und im Waggon vermittelt werden. "Unter anderem wollen wir eine richtige Küche einbauen", erklärt Technik-Lehrer Schmitz, der gemeinsam mit Jochen Kersting einen Traum hat: "Super wäre es natürlich, wenn der Wagen auf die Reise geschickt wird- und mal am Bahnhof Wilhelmstal, mal in Dahlerau, mal in Dahlhausen steht" . Dort soll die "Donnerbüchse dann Treffpunkt für Kinder und Jugendliche werden. "Aber das ist natürlich Zukunftsmusik", meint Jochen Kersting: "Wir bräuchten einen Lokführer, der das vieleicht in seiner Freizeit macht." Konkreter sind die Pläne, daß die Jugendlichen am Standort in Dahlhausen, den Betrieb rund um den Wagen organisieren: "Man könnte zum Beispiel Kinderfeste oder Wanderungen anbieten", fügt Lehrer Schmitz hinzu: "Aber auch darum sollten sich die Schüler möglich st in

Eigenregie kümmern." Und so ist der Name des Projektes gleichzeitig Programm. "Jugend auf dem richtigen Gleis". Tanja, Marina und die anderen Handwerker von der "Donnerbüchse" sind dort bereits angekommen.

von Frank Michalczak

Unser Kommentar:

Naja, 100 Jahre ist die Donnerbüchse sicher nicht, aber schön machen die Schüler das trotzdem.

14.06.2002 - Bergische Morgenpost

Eisebahnfreunde sind künftig wieder mobil

Da konnten die Schaulustigen gestern am Bahnhof Dahlhausen nur staunen. Mit scheinbarer Leichtigkeit hievte ein großer Autokran eine Diesellok vom Tieflader und setzte sie millimetergenau auf die Gleise - wo sie auch hingehört. "Diese neue Lokomotive soll bei Inbetriebnahme der Strecke als Rangier- und Bauzuglok dienen" , erklärte der 2. Vorsitzende des Vereins Bergisch-Märkische Eisenbahn/ Förderverein Wupperschiene, Ulrich Grotstollen dazu. Allerdings wird diese Lok in den nächsten Tagen noch nicht eingesetzt. Grotstollen : "Sie war längere Zeit abgestellt. Zwar ist sie grundsätzlich einsatzbereit, doch wir wollen sie vor den ersten Einsätzen gründlich durchsehen. Der Förderverein Wupperschiene, der in Dahlhausen residiert, restauriert seit langer Zeit mit viel Aufwand und körperlichem Einsatz seiner Mitglieder die inzwischen vereinseigene Bahnstrecke zwischen Wuppertal-Beyenburg und Radevormwald-Wilhelmstal. Im vergangenen Jahr gab der Verein eine nicht reparierbare Diesellok ( ehemalige Barmag-Lok ) an den Dortmunder Zoo als Spielplatzlok ab. Seitdem fehlte in Dahlhausen eine betriebsfähige Lok." Erfreulicherweise stellte das RWE-Koepchenwerk am Hengsteysee unserem Verein eine ausgemusterte Diesellok mit Baujahr 1954zur Verfügung", so Ulrich Grotstollen. Die 150 PS starke Diesellokomotive wurde ursprünglich für die Eschweiler/Weißweiler Braunkohlenwerke beschafft. Dort erwies sie sich aber als auf Dauer zu schwach für die langen Kohlezüge. Grotstollen:"Deshalb wurde sie 1968 an das RWE-Koepchenwerk als werksinterne Lok für Transformatorenaustausch und andere Transporte verkauft. Im Koepchenwerk wurde sie dann 1991 außer Betrieb genommen. Danach wurde sie erfreulicherweise unter dach geschützt abgestellt und blieb so in guten Zustand." Für die Eisenbahnfreunde vom Förderverein Wupperschiene war nach der RWE-Spende noch der Transport nach Dahlhausen zu regeln. Auch hierfür fand sie Hilfe und zwar bei der Baufirma RöRo Peiniger aus Leverkusen, die in Radevormwald-Wilhelmstal momentan eine große Baustelle unterhält. Und so kam das sehnlichst erwartete Fahrzeug gestern per Tieflader an seinem neuen Heimat- und Einsatzort an. von Werner Januszewski

Unser Kommentar:

Der Verein heißt immer noch Bergische Bahnen / Förderverein Wupperschiene.

14.06.2002 - Remscheider General- Anzeiger (rga) / WZ

Ein Oldie fährt neu auf der Wupperschiene / Wenn ein Lok-Oldie auf eine weite Reise geht

Ein riesiger Kran steht am Bahnhof Dahlhausen. Sein Motor brummt kurz auf. Dann beginnt er seine Last in die Höhe zu ziehen. An der Trosse hängt eine olivfarbene Lokomotive. In messerscharfer Präzisionsarbeit wird der 150 PS starke Koloss auf die Gleise gesetzt. Die Trosse wird abmontiert: Die Reise ist beendet. Und die hatte die Lok keineswegs auf Gleisen, sondern auf der Strasse zurückgelegt. Das Empfangskomitee stand in Dahlhausen schon bereit, um die aus Dortmund angereiste Lok entgegen zu nehmen. Denn künftig wird sie zum Fuhrpark der Bergischen Bahnen / Förderverein Wupperschiene gehören. Zu verdanken ist das dem RWE-Koepchenwerk am Hengsteysee in Herdecke. Dort hatte die zweiachsige Lokomotive seit 1986 treue Dienste im werksinternen Verkehr geleistet. Ursprünglich war die Lok von den Eschweiler/Weißweiler Braunkohlewerken angeschafft worden. Doch der mittlerweile 48 Jahre alte Oldie erwies sich als zu schwach für die langen Kohlenzüge und kam 1968 zu RWE. 1991 wurde sie aus dem Dienst genommen und stand seitdem geschützt in einer Halle. "Deshalb ist sie auch noch prima in Schuss", freut sich Gert Grabowski, Vorstandsmitglied im Förderverein. In Dahlhausen soll die Lok für Rangierfahrten, bei Gleisbauarbeiten und der streckenpflege eingesetzt werden. Denn der Förderverein steht unter Zugzwang: im Rahmen der Regionale 2006 bekommt der Verein eine Finanzspritze vom Land. Dann müssen die Loks auf der stillgelegten Strecke zwischen Beyenburg und Wilhelmstal wieder rollen können."Zumindest bis Dahlerau", meint Gert Grabowski: Denn dort wäre die Haltestelle für die ehemalige Tuchfabrik Wülfing, die ebenfalls mit Regionale-Geldern fit gemacht werden soll. Das Comeback der Eisenbahn wird aber immer noch von einem Erdrutschschaden in Beyenburg behindert. Zuerst war es nur eine Unterspülung, inzwischen ist ein richtiger Krater geworden", bedauert Grobowski. doch dem Verein seien die Hände gebunden: "Das ist Bahn-Eigentum. Wir warten auf ein klärendes Gespräch zwischen der Deutschen Bahn und dem Länd." von Nadja Lehmann

12.06.2002 - Bergische Morgenpost

Altes Stellwerk jetzt gemütliches Vereinsheim

Was alles aus einem ehemaligen Stellwerk eines Bahnhofs gezaubert werden kann, beweisen die Mitglieder des Förderverein Wupperschiene in Dahlhausen. Ein niedliches Häuschen, fein restauriert und gemütlich eingerichtet, hatte einst im Bahnhof Mirke seine Aufgabe als Stellwerk. Dort wurden Weichen gestellt und die Signale für die Züge gegeben. Heute dient das gediegene Fachwerk-Häuschen dem Verein an der Wupper in Dahlhausen als "Vereinshäuschen". Jetzt bei der Jahreshauptversammlung wurde es erstmals im restaurierten Zustand den Vereinsmitgliedern vorgestellt. "Es ist urgemütlich. Wir fühlen uns im Häuschen sehr wohl", versicherte Ulrich Grotstollen, 2. Vorsitzender des Förderverein Wupperschiene. Gut gelaunt saßen die Mitglieder auf alten Wagonbänken und genossen selbst während der Versammlung die zug-ähnliche Atmosphäre. In ihr wurde das Projekt "Regional 2006", in dem der bergische Ringverband der Verkehrbetriebe Wuppertal,Remscheid und Solingen aktiv ist, besprochen. "Wir arbeiten eng mit dem Wülfing-Museum zusammen und freuen uns, dass wir bei den Plänen im Bergischen Städtedreieck eingebunden werden" so Ulrich Grotstollen. Gemeinsam wurde nun erneut bei der Denkmalbehörde der Antrag auf Bezuschussung gestellt, damit historische Schwebe- und Strassenbahnen sowie Schienenbusse im Bergischen als Museumsbahnen fahren und die Fahrgäste die Industriemuseen besichtigen können. "Wir sind da sehr optimistisch. Gemeinsam als Verbund schaffen wir unser Vorhaben", betont der Eisenbahnfreund. Eine Vorlaufphase, in der jeden 4. Sonntag historische Bahnen rollen, konnte sehr erfolgreich gestartet werden. Grotstollen erklärte, daß das Hauptziel die Wiederaufnahme des Fahrbetriebes auch für die Wupperschiene ist. Hieran arbeiten derzeit viele freiwillige Mitglieder, um die Strecke zwischen Dahlerau und Wilhelmstal wieder flott zu machen. Dazu haben nun die Resaurierungsarbeiten am alten Viadukt in Dahlhausen begonnen. "Das ist kein leichtes Unterfangen, sondern stellt für uns ein sehr großes Projekt dar", betonte Grotstollen. Auch hierfür hat die Denkmalbehörde bereits Gelder bewilligt. Unterstützend kann hier schon bald eine alte, gut erhaltene kleine Diesellok helfen, die Rangierarbeiten leisten und Baumaterial transportiern kann. Sie wird am Bahnhof Dahlhausen per Schwertransporter erwartet. "Nach der geplatzten Fusion mit der IG Berische Bahnen stehen wir mit vielen neuen Mitgliedern sehr motiviert da", fasste Grotstollen zusammen. Bei der Wahl eines neuen Kassierers wurde Neumitglied Jörg Schmidt aus Dahlhausen gewonnen. von Sigrid Hedderich

Unser Kommentar:

argh,daß Zeitungsberichte immer mit einer gewissen Skepsis gelesen werden müssen weiß man ja, aber in so wenigen Zeilen dermaßen viel zu verwirbeln und durcheinander zu bringen ist eine Meisterleistung des Nichtzuhörens. Alles Richtigzustellen hieße komplett neuschreiben, daher beschränke ich mich auf den letzen, mich betreffenden Satz: Nach 7 Jahren noch Neumitglied, manches dauert halt länger... Ich komme von der Keilbeck, ältere Anwohner der Wupperorte wissen um den feinen Unterschied.-)) jos

Stand: 10.01.2013