Ein SKL für die Wupperschiene

Wie hier schon öfters geschrieben wurde hat unser Verein schon länger über die Anschaffung eines SKL nachgedacht, um die Arbeiten an unserer Strecke zu erleichtern und effektiver zu gestalten. Wir hatten lange versucht an ein gebrauchten Skl53 der DB zu kommen, was aber aufgrund des hohen Preises nicht möglich war. So mussten wir nach Alternativen suchen und wurden schließlich fündig. In Gotha, bei der IG Hirzbergbahn e.V. die sich um den Erhalt der stillgelegten Bahnstrecke von Georgenthal nach Tambach-Tietharz kümmert und dort einen Museumsverkehr einrichten will. Deren SKL ist zwar ein DR-Fahrzeug (SKL25) was jedoch nicht weiter stören dürfte, da der Zug bei uns nur als Bauzug unterwegs sein wird, und somit nicht unbedingt stilecht sein muss. Auf unserer Weihnachtsfeier letztes Jahr wurde dann eine Spendenaktion gestartet, wo mehr als 1000 € für den Erwerb des SKL zusammenkamen, womit die Finanzierung gesichert war.

Am Morgen des 11. Juni 2004 wurde es dann ernst. Ich habe mich mit dem Vater und Schwiegervater unseres Mitgliedes Bastian, der freundlicherweise seinen LKW samt Tieflader zur Verfügung gestellt hatte, auf den Weg Richtung Gotha gemacht, wo wir dann Mittags eintrafen. Dann wurden noch kurzfristig für die Hirzbergbahn Reste eines Bahnübergangs von Tambach-Dietharz nach Georgenthal befördert, bevor es dann nach Rodebachmühle ging, wo unser SKL-Anhänger und ein SKL der Hirzbergbahn (nicht unser Neuer!) per Kran aufgeladen wurden. Nachdem Bastian dann auch eingetroffen war (Er musste Freitag noch arbeiten) sollte dieser SKL nach Gotha ins ehemalige AW, wo die IG Hirzbegbahn ein weiteres Domizil hat, gebracht werden und dort gegen unseren SKL getauscht werden, was jedoch nicht so einfach war.

Da dort nur ein 5t-Kran zur Verfügung stand sollte der SKL vom Tieflader direkt in die dortigen Rillengleise hinabfahren, was jedoch auf Anhieb nicht gelang, da der Gleisräumer aufsetzte und er leider nicht in sondern neben die Gleise rollte. Nach Entfernen der Gleisräumer und unter Mithilfe von Seilzügen war es dann aber doch noch möglich den SKL aufs Gleis zu setzen. Jetzt begann das Aufladen, was sich jedoch als noch schwieriger erwies, da unser SKL einen anderen Motor hat, bei dem Motorteile fast so Tief wie die Gleisräumer angeordnet waren aber nicht abgeschraubt werden konnten. So musste der SKL, um den Motor nicht zu beschädigen, an der hinteren Seite mit dem Kran ganz leicht angehoben werden und wurde dann ganz langsam per Seilzug auf den Tieflader gezogen und transportfertig gemacht. Hört sich hier jetzt vielleicht ganz simpel an, aber die ganze Aktion hat fast bis 23Uhr gedauert.

Am Samstag Morgen ging es dann direkt nach dem Frühstück zurück nach Dahlhausen, wo wir dann auch wieder am späten Mittag eintrafen. Da wir gesehen hatten, dass es ohne Kran wohl doch kaum möglich gewesen wäre den SKL heile zu entladen, wurde in letzter Sekunde dann doch noch ein Kran bestellt um den SLK bei uns zu entladen. Als er dann auf den Schienen stand wurde dann erst noch eine erste Probefahrt gemacht, ehe unser Neuerwerb dann das erste mal auf der Strecke in der Instandhaltung eingesetzt werden wird.

Hier noch mal einen herzlichen Dank an alle, die den Kauf und die Überführung möglich gemacht haben, vor allem aber an die Begleiter der Überführung, die nicht in unserem Verein sind und trotzdem ihre Zeit für ihn geopfert haben, Wolfgang Boeckstiegel und Manfred Bläser, der auch noch seinen LKW zur Verfügung gestellt hat.

Der Transport ist in Dahlhausen/Wupper eingetroffen.
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Dieser Beitrag stammt von unserem Mitglied Fabian Müller.

Stand: 07.04.2014