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Restaurierung der Stützmauern entlang der Wuppertalbahn

So schön unsere Strecke auch ist, so aufwendig ist sie auch trassiert. Wir haben nicht nur die 5 Wupperbrücken sondern auch jede Menge Stützmauern zu erhalten, damit unsere Strecke befahrbar bleibt. Schon vor ein paar Jahren wurden die 2 Stützmauern in Wilhelmsthal (sogar mit neuem Geländer) und der erste Teil der Stützmauer Dahlhausen saniert. Das stellenweise Auseinanderbrechen der Stützmauer Grunewald im Sommer 2005 war dann der Startschuss für ein groß angelegtes Sanierungsprogramm für die meisten Stützmauern an der Strecke:

Dahlerau fertig restauriert / Freischneiden in Vogelsmühle / Notabstützung Grunewald

1. Stützmauer Grunewald (auch Mauer Greling genannt)

Im Sommer 2005 stellten wir bei den regelmäßigen Kontrollgängen entlang unserer Strecke an der Mauer Grunewald fest, dass die dort eingebauten großen Natursteine teilweise herausgefallen waren. Es stellte sich dann heraus, dass ein seit 1882 in die Mauer integrierter Abwasserschacht dafür verantwortlich war. Im Laufe der Jahrzehnte suchte sich das Wasser neue Wege und hinterspülte die Mauer. Bei Frost wölbte sich die Mauer in diesem Bereich nach außen, sodass ein weiterer Frostwinter alles hätte einstürzen lassen. Daraufhin wurde von uns sofort eine provisorische Abstützung des Mittelteils gebaut, womit ein weiteres Herausfallen von Mauersteinen verhindert werden konnte. Bevor an eine Sanierung zu denken war, musste erst mal ein Statiker die Mauer begutachten, der glücklicherweise feststellte, dass die Mauer noch reparabel war. Nun wurde schon begonnen die Mauer für die anstehenden Bauarbeiten herzurichten. Dazu zählte das Entfernen von Bewuchs sowie das Freilegen der Deckschicht von Erdreich. Zur gleichen Zeit wurde schon mit dem Wupperverband, der Stadt Radevormwald und dem Denkmalschutzamt über eine Restaurierung verhandelt. Dabei ging es einerseits um bauliche und andererseits um finanzielle Aspekte. Das ganze Verfahren zog sich dann aber doch noch bis zum Frühjahr hin. Und bevor dann eine Fachfirma für Mauersanierungen sich dem Sorgenkind in Grunewald annehmen konnte, mussten wir dort noch ein zweites mal Bewuchs entfernen. Der Frühling hinterlässt bekanntlich seine Spuren! Aber im Sommer 2006 war es dann endlich soweit, dass der Schaden endgültig behoben werden konnte.

2. Stützmauern Dahlhausen

Um die Stützmauern Dahlhausen stand es eigentlich gar nicht so schlecht, was uns aber trotzdem nicht davon abhielt auch dort zu arbeiten. Der vordere Teil wurde vor einigen Jahren schon saniert, weshalb dort das grobe Entfernen von „Bewuchs im Anfangsstadium“ sowie der kurze Einsatz unseres Hochdruckreinigers reichen sollte. Am hinteren Teil wurde neben diesen Arbeiten noch zusätzlich der Bereich unterhalb der Mauer gemäht und dann noch die Mauersteine teilweise neu verfugt, die Deckschicht (Rollschicht) erneuert, sowie fehlende Steine ersetzt. Diese Mauer war aber von allen noch am besten in Schuss, sodass dort keine weiteren Arbeiten notwendig waren.

3. Stützmauern Vogelsmühle (Schnellental)

Im Bereich Vogelsmühle gibt es drei verschiedene Mauern; Zwei große Natursteinmauern und eine kleinere Ziegelsteinmauer im Bereich des Bahnübergangs. An der kleinen Mauer wurde auch erst mal durch den Verein der Bewuchs an und unter der Mauer entfernt. Danach wurden dann die Steine neu verfugt, die Rundbögen ausgebessert und zum Schluss alles nochmal gekärchert. Am kompliziertesten verhielt es sich an der Natursteinmauer oberhalb der Fußgängerbrücke. Dort mussten mehrere Bäumen auf dem steilen Hang gefällt und einiges an anderen Pflanzen entfernt werden, bevor die Bauarbeiten starten konnten. Diese umfassten dann erst mal das Entfernen bzw. das Sichern der große Steine, damit diese nicht auf die Straße fallen können. Dann wurde auch dort alles neue verfugt und gesäubert. An der mittleren Mauer (Naturstein) dort musste auch hauptsächlich nur neu verfugt werden. Des weiteren wurde dort auch wie immer alles gesäubert.

4. Stützmauer Dahlerau

Nachdem diese Mauer in einer Hauruckaktion im Dezember 2006 freigeschnitten wurde, ist sie von einem Gutachter besichtigt worden. Dieser konnte die Mauer Dahlerau zunächst nicht richtig einschätzen. Da sie teilweise schief war, es aber keine Baupläne mehr gab, mussten erst einmal Kernbohrungen durchgeführt werden. Diese ergaben aber, dass bei der Restaurierung keine Komplikationen zu erwarten seien. So konnten dann im Frühjahr 2007 die Arbeiten dort ausgeführt werden. Diese umfassten am gemauerten Teil Neuverfugung, Sanierung der Segmentbögen sowie den Neubau des Abschlusses. Die Betonmauer, die bis 30cm tief durch Verwitterung ausgehöhlt war, ist auf einer ebenen Fläche komplett neu betoniert worden. Die Mauer ist dort jetzt 60 cm dick. Ebenfalls wurde die Mauerkrone neu betoniert. Die Arbeiten wurden auch wieder von einer Fachfirma erledigt. Von Vereinsseite her wurde dann die Mauer zum Schluss noch vollständig gesäubert sowie ein neues Geländer eingebaut.

MAUER DAHLERAU - Und dann nochmal der Betonteil.
Weitere Fotos zu den Sanierungen gibt es, nach Mauern geordnet, in der zugehörigen Galerie.

Dieser Beitrag stammt von unseren Mitgliedern Fabian Müller & Werner Stephan.

Stand: 13.06.2012